Elternwillen umsetzen

Elternwille..  Herr Wörsdorfer argumentiert in seiner Stellungnahme unaufrichtig: Alle Zuhörer der Ratssitzung am 25. Februar haben zweifelsfrei mitbekommen, dass auch die CDU einstimmig für das nur einmalige Zulassen der 3-Zügigkeit der Realschule in Grevenbrück gestimmt hat - also auch das CDU-Ratsmitglied Eugen Wörsdorfer mit seiner Stimme. Nun etwas anders zu sagen, erfordert zumindest ein öffentliches Bekenntnis zu einem fehlerhaften Verhalten und weiterhin eine Information, wie die CDU insgesamt zu dieser Meinungsänderung ihres Ratmitglieds steht.


Bündnis 90/Die Grünen im Lennestädter Rat argumentieren an den tatsächlichen Gegebenheiten vorbei: Den Eltern in Lennestadt durch Ablehnung der weiteren Existenz der Realschule Grevenbrück indirekt vorschreiben zu wollen, wo sie ihr Kind anzumelden haben, hat mit Umsetzung der Priorität des Elternwillens sicher nichts gemeinsam.


Niemand sollte vergessen, dass lt. Schulgesetz-NRW die Realschule (wie auch die Hauptschule) immer noch zum zugelassenen Bildungsangebot gehören, und wenn die Eltern durch ihre Anmeldung vorgeben, was sie - zum Wohle ihres Kindes - wollen, dann haben sich die Schulträger daran zu halten und - wenn wie hier, problemlos machbar - entsprechend uneingeschränkt umzusetzen.


Vor Bekanntwerden, dass die Realschule Grevenbrück im kommenden Schuljahr 3-zügig läuft, hatten Lennestädter Eltern schon an der Realschule in Eslohe und nicht an der viel näher gelegenen Gesamtschule in Finnentrop bezüglich der Anmeldung ihres Kindes angefragt. Nachdenklich stimmen sollte auch, warum im nächsten Schuljahr vereinzelt Lennestädter Fünftklässler (HS) - ohne jegliche Not - trotz des viel weiteren Schulwegs zum Schulzentrum nach Eslohe fahren - die Eltern haben sich sicher etwas dabei gedacht!


Was im nächsten Schuljahr zu erwarten ist, wenn die Realschule in Grevenbrück laut kürzlich gefasstem Lennestädter Ratsbeschluss nur noch zweizügig weiterläuft, und gegebenenfalls viele Elten ihr Kind dort nicht unterbekommen, lässt sich leicht vorhersehen.


Wer glaubt, die Anzahl der Schüler, die an der Realschule in Grevenbrück keinen Platz bekommen werden, einfach der Schülerzahl der Sekundarschule hinzuaddieren zu können, wird sicher abgestraft.
Gerhard Arens, Lennestadt