Einstimmiges Votum für neue Straßennamen

Die Josefa-Berens-Straße in Bamenohl wird in „Alte Mark“ umbenannt.
Die Josefa-Berens-Straße in Bamenohl wird in „Alte Mark“ umbenannt.
Foto: WP
Der Finnentroper Gemeinderat beschloss einstimmig die Umbenennung der umstrittenen Straßennamen in Bamenohl. Aus der Josef-Berens-Straße wird die Straße Alte Mark, aus der Maria-Kahle-Straße wird die Straße An der Legge.

Finnentrop..  Mit einem einstimmigen Votum für die neuen Straßennamen Alte Mark für die bisherige Josefa-Berens-Straße und An der Legge für die Maria-Kahle-Straße hat der „alte“ Gemeinderat in Finnentrop die in den vergangenen Monaten heiß diskutierte Thematik Straßennamen in Bamenohl abgeschlossen.

Nicht ohne dass es noch einmal zu einem Scharmützel zwischen der Fraktion FÜR Finnentrop und Bürgermeister Dietmar Heß kam. Der Vorsitzende der FÜR-Fraktion, Christian Vollmert, nutzte den Tagesordnungspunkt noch einmal zu einer Abrechnung mit dem Verhalten von CDU, SPD und Bürgermeister in dieser Sache. Vollmert erklärte zunächst, man stimme „heute dem Vorschlag der Verwaltung deshalb zu, weil wir das jetzige Votum der Anlieger akzeptieren und darin einen Teilerfolg unseres Antrags verbuchen“.

Vorwurf: Dickköpfigkeit und Sturheit

Während er feststellte, „dass wir von der Fraktion FÜR Finnentrop richtig und klug gehandelt haben“, warf er CDU und SPD vor, dass sie mit „Dickköpfigkeit und Sturheit wieder einmal vernünftige Entscheidungen in diesem Rat blockiert“ hätten. Er sprach „von einer Reihe von Vorzeige-Demokraten“, aus der man gerne ausschere, „solange sie aus Verteidigern von Nazi-Straßennamen und Schönrednern von ‘braunen Farbtupfern’ besteht“, und stellte abschließend fest: „Das Schauspiel, das sie mehrheitlich geboten haben, war schlicht unwürdig“.

CDU-Fraktionschef Ralf Helmig verzichtete, obwohl es bei Vollmerts Äußerungen eine Menge gäbe, auf das man eingehen könne, auf eine Replik, betonte aber, dass Vollmerts Äußerungen „an der ein oder anderen Stelle unangebracht“ gewesen seien. Er stellte heraus, dass man in Sachen Straßenumbenennungen stets dem Willen der Anwohner gefolgt sei.

Jedes Maß verloren

Bürgermeister Dietmar Heß kritisierte, dass Vollmert keine Entschuldigungen wie seine für den falschen Begriff braune Farbtupfer annehmen könne, „das ist nicht in Ihnen“, und warf ihm vor, „keinerlei Rücksicht auf Personen“ zu nehmen. Heß: „Ich meine, da geht jedes Maß verloren“.

Ohne jede weitere Debatte verlief anschließend die Wahl zweier neuer Schiedspersonen. Nachdem Petra Beule (CDU) ihren Fraktionskollegen Günter Schneider gewürdigt und die Vorgänge im Hauptausschuss als „nicht mehr mit gesundem Menschenverstand erklärbar“ bezeichnet hatte, wurden Elisabeth Nöker bei Enthaltung von Stefan Bischopink (FÜR) zur neuen Schiedsfrau und Günter Schneider bei vier Enthaltungen aus der FÜR-Fraktion zu ihrem Vertreter gewählt.

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