Einmündung Bruchstraße bleibt ein Problem

Die Unfallkommission des Kreises Olpe unter der Leitung von Heinz Kirchhoff, Leiter des Fachdienstes Straßenverkehr (rechts im Bild)
Die Unfallkommission des Kreises Olpe unter der Leitung von Heinz Kirchhoff, Leiter des Fachdienstes Straßenverkehr (rechts im Bild)
Foto: WP

Kreis Olpe..  Zur jährlichen Vorher-Nachher-Untersuchung der Unfallhäufungsstellen traf sich die Unfallkommission des Kreises Olpe. Vertreten sind in dem Gremium unter der Federführung der Kreisverwaltung die Verkehrsexperten der Städte und Gemeinden im Kreis Olpe, der Bezirksregierung Arnsberg sowie der Straßenbaulastträger und der Polizei. Die Kommission untersucht Unfallursachen, wenn die Polizei bei der Auswertung feststellt, dass an ein und derselben Stelle immer wieder gleichgelagerte Unfälle passieren. Die Kommission arbeitet Maßnahmen aus, um weitere Verkehrsunfälle zu verhindern.

Sieben Örtlichkeiten standen im Blickpunkt. Eine Unfallhäufung wurde in Heggen an der Einmündung der Hülschotter Straße (K5) zur Hollenbocker Straße erkannt. Dort stießen in mehreren Fällen abbiegende Autofahrer mit bevorrechtigten Motorradfahrern zusammen. 2012 und 2013 ereigneten sich dort acht Verkehrsunfälle. Diese hatten ein Todesopfer und zwei Verletzte zur Folge. Auf Vorschlag der Unfallkommission wurde dort eine überfahrbare Mittelinsel auf die Fahrbahn gebracht sowie die Fahrbahnmarkierungen und Verkehrszeichen erneuert. Nach Fertigstellung der Maßnahmen ereignete sich nur noch ein leichter Verkehrsunfall.

Schlechte Sicht

Eine weitere Unfallhäufungsstelle konnte in Drolshagen an der Einmündung Benolper Straße/Gerberstraße entschärft werden. Hier übersahen Linksabbieger von der Gerberstraße in die Benolper Straße häufig die bevorrechtigten Verkehrsteilnehmer auf der Benolper Straße. 2013 kam es zu fünf Unfällen. Ein häufiger Grund war die schlechte Sicht auf die Benolper Straße durch parkende Pkw. Diese wurde durch Umbaumaßnahmen an der Einmündung deutlich verbessert. Auch die Unfallhäufungsstellen auf der B 236 in Höhe des Bahnübergangs bei den Kalkwerken in Grevenbrück und auf der K 7 zwischen Grevenbrück und St. Claas konnten durch geeignete Maßnahmen (Verbesserung der Griffigkeit der Fahrbahnoberflächen) entschärft werden.

Kopfschmerzen bereitet den Verkehrsexperten aber derzeit wieder die Einmündung Bruchstraße (L512) / Droste-Hülshoff-Straße in Olpe. Trotz der Einrichtung von Verkehrszeichen hat sich die Unfallsituation dort nicht entspannt. Es kommt immer wieder zu Auffahrunfällen an der beampelten Einmündung. Mit dieser Unfallstelle wird sich die Kommission in der näheren Zukunft noch eingehend beschäftigen. Hier sind aller Voraussicht nach bauliche Veränderungen erforderlich, um die Unfallzahlen zu senken.

Rüttelstreifen aufgebracht

Aktuell gelten nur noch die B517 im Bereich Kirchhundem-Eichacker und die L687 (Lenscheider Straße) von Rönkhausen in Richtung Wilde Wiese als Unfallhäufungsstellen im Kreis Olpe. 2014 ereigneten sich insgesamt 14 Verkehrsunfälle. Dort waren häufig Motorradfahrer an den Verkehrsunfällen beteiligt. Nach zahlreichen Maßnahmen wurden Rüttelstreifen auf die Fahrbahn aufgebracht. Über weitere Maßnahmen wird nachgedacht. Dies gilt ebenfalls für die derzeit noch bestehende Unfallhäufungsstelle auf der B 517 in Kirchhundem-Eichacker, wo im vergangenen Jahr die Fahrbahn erneuert wurde und in diesem Jahr eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage eingerichtet wird.