Einladung zur längsten Kaffeetafel

Der Vorstand der kfd Welschen Ennest lädt alle Frauen ein, an der gedeckten Kaffeetafel Platz zu nehmen
Der Vorstand der kfd Welschen Ennest lädt alle Frauen ein, an der gedeckten Kaffeetafel Platz zu nehmen
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Anlässlich des Jubiläums des Diözesanverbandes und des Welschen Ennester Ortsverbandes lädt die kath. Frauengemeinschaft zu einem gemütlichen Kaffeeklatsch ein.

Welschen Ennest..  Am kommenden Samstag, 13. Juni ist es soweit. Viele Gemeinschaften im ganzen Bistum decken die längste Tafel der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Die kfd St. Johannes in Welschen Ennest beteiligt sich an dieser Aktion, denn es gibt hier einen doppelten Grund zum Feiern: zum einen den 100. Geburtstag des kfd-Diözesanverbandes Paderborn, und zum anderen das 60-jährige Jubiläum der kfd Welschen Ennest.

Gedeckter Tisch

Los geht es am Samstag um 15 Uhr auf dem Schulhof der Grundschule in Welschen Ennest. Der kfd-Vorstand lädt alle Frauen ein, dort im Freien am gedeckten Tisch Platz zu nehmen und in gemütlicher Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen - über Gott und die Welt und natürlich auch über die verschiedenen Aspekte und Angebote der kfd auf Bundes-, Diözesan- und Ortsebene.

Denn die kfd hat viel mehr zu bieten als den meisten bekannt ist. So engagiert sich der Frauenverband nicht nur im kirchlichen und religiösen Bereich, sondern hat auch auf der gesellschaftlichen und politischen Ebene bereits vieles erreicht. Beispielsweise hat die kfd mit einer großen bundesweiten Unterschriftenaktion entscheidend mit dazu beigetragen, dass im vergangenen Jahr die Rente für Mütter angehoben wurde.

Die Arbeit der ursprünglich als Mütterverein bezeichneten Frauengemeinschaft hat sich während der vergangenen Jahrzehnte stark verändert. So weiß Maria Limper als ältestes kfd-Mitglied, die mit ihren 100 Jahren genau so alt ist wie der kfd-Diözesanverband, zu berichten, dass 1955 der damalige Pastor Lohmann den Mütterverein in Welschen Ennest ins Leben gerufen hat, was mit der Auflösung des bis dahin sehr aktiven Frauenbundes einherging. Es gab eine strenge Trennung von Mütterverein und Jungfrauenverein, und mit ihrer Heirat sei eine Frau automatisch in den Mütterverein aufgenommen worden. Wichtige Angebote für die Frauen waren damals beispielsweise eine Kochschule, Handarbeitstreffen, Bügelkurse und ein Kranzbindekurs. Auch heute noch liest Maria Limper gerne die monatlich erscheinende Verbandszeitschrift „Frau und Mutter“, bei der es inzwischen weniger um praktische Tipps für die Hausarbeit, sondern vielmehr um aktuelle und teilweise brisante Themen wie Flüchtlingspolitik, fairen Handel und Chancengleichheit für Frauen im Beruf geht. Für die Zukunft wünscht die 100-Jährige der kfd, dass es noch lange weiter geht mit der Arbeit der Frauengemeinschaft.

Kontakte knüpfen

Gemeinschaft erleben, Kontakte knüpfen, angeregte Gespräche führen und dabei einen ganz neuen Blick auf den größten Frauenverband Deutschlands erhalten - die kfd-Frauen aus Welschen Ennest freuen sich auf viele Besucherinnen bei ihrer Kaffeetafel und wollen so auch den kfd-Diözesanverband Paderborn in seinem Ziel unterstützen, die längste kfd-Tafel Deutschlands oder sogar der Welt aufzubauen.