Einladung zum großen Projekt-Chor

Chorleiter Maurizio Quaremba freut sich auf den Projektchor und die interessanten Werke von Karl Jenkins und John Rutter.
Chorleiter Maurizio Quaremba freut sich auf den Projektchor und die interessanten Werke von Karl Jenkins und John Rutter.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Palmsonntags-Hochamt in Drolshagen soll ein ganz besonderes Ereignis werden. Dazu soll der Kirchenchor zu einem gewaltigen Projekt-Chor erweitert werden.

Drolshagen..  Großartige Chorliteratur benötigt großartige Sängerinnen und Sänger. Und große, stimmgewaltige Chöre. Genau diese Erkenntnis steckt unter anderem hinter der Idee von Drolshagens Pfarrer Markus Leber und Chorleiter Maurizio Quaremba, für ein besonderes Chorprojekt nicht nur auf den eigenen Kirchenchor ,an St. Clemens’ zurückzugreifen. „Es wäre natürlich schön, wenn wir durch unseren Aufruf den einen oder anderen für unser Projekt gewinnen könnten“, sagt Dirigent Quaremba über den geplanten „Projekt-Chor“. In Zahlen: Wenn aus dem 65-köpfigen Drolshagener Chor ein 90- oder gar 100-köpfiges Klanggebilde würde, könnte es den anspruchsvollen Werken, unter anderem von Karl Jenkins und John Rutter, zu noch mehr Gewaltigkeit verhelfen.

Und eine gewaltige wie festliche Atmosphäre ist das vorrangige Ziel für den Palmsonntag-Gottesdienst am 29. März in der St. Clemens-Kirche. „Unser Pfarrer Markus Leber“, klärt Dirigent Quaremba auf, „wollte für diesen wichtigen Anlass etwas Besonderes, und wir freuen uns, da einen wesentlichen Beitrag leisten zu können.“

Bei aller erwarteter Unterstützung von außerhalb wird der „Chor an St. Clemens“ das stimmliche Grundgerüst der etwa eineinhalbstündigen Sonntags-Messe bilden. Quaremba: „Wir können uns auf immerhin 65 aktive Mitglieder stützen, sind in allen Stimmen gut vertreten, klanglich sehr ausgewogen.“ Auch der Probenfleiß, so lobt der Dirigent, „ist hervorragend.“

Keine Nachwuchssorgen

Während manch anderer Chor mit Nachwuchs-Sorgen zu kämpfen hat, schaut man an St. Clemens zuversichtlich in die Zukunft: „Unser Durchschnittsalter“, so schätzt der Dirigent mit neapolitanischen Wurzeln, „liegt bei etwa 50 Jahren. Wir sind kein Greisen-Chor.“ Vor allem positive Mund-Propaganda sorge dafür, dass immer mal wieder Interessierte den Weg zu den Chorproben fänden - immer dienstags von 20 bis 21.30 Uhr im St. Clemens-Haus. Wobei der 53-Jährige, der den Chor erst etwa eineinhalb Jahre betreut, auch seinen Vorgänger Michael Grütz lobt: „Er hat sehr gute Arbeit hier geleistet.“

Neben den a-cappella gesungenen Stücken von Jenkins und Rutter werden auch typische Palmsonntag-Lieder zu hören sein (Anton Reintaler, Wolfram Menschlick, Wolfgang Fürlinger), aber auch das Ave Maria von Giulio Caccini, arrangiert von Maurizio Quaremba.

Bläserensemble

Für die instrumentale Begleitung wird ein Bläserensemble aus der Region zusammengestellt sowie ein renommierter Organist.

Damit die Teilnehmer des Projektchores ihre Stimmen vor der Generalprobe und dem Palmsonntag noch einmal richtig „ölen“ können, hat Quaremba sogar eine Stimmbildnerin gewinnen können, die in der Probe am 17. März an den Feinheiten feilen soll. Denn an einem lässt der Dirigent keinen Zweifel: „Die Chorliteratur von Jenkins und Rutter ist eingängig, aber auch sehr anspruchsvoll.“ Und für den perfekten Hörgenuss sollen im wahrsten Sinn des Wortes alle Register gezogen und die Stimmbänder eifrig trainiert werden.