Ein Stein als Symbol für die eigenen Sünden

Olpe..  Am Wochenende wird Ostern gefeiert. Das höchste und zugleich fröhlichste Fest der Christenheit. Schließlich geht es um die Auferstehung Jesu und um den Sieg über den Tod und die Sünde – und damit um Themen, die jeden betreffen und denen sich niemand entziehen kann. Wer kennt nicht die Worte Jesu an die Ankläger der Ehebrecherin, die längst zu einem geflügelten Wort geworden sind: „Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“ (Joh 8,7).

Die eigene Schuld im Mittelpunkt

Diese entscheidende Frage stand im Mittelpunkt der „Nacht der Versöhnung“, die seit fast drei Jahrzehnten jeweils vor Ostern und Weihnachten immer wieder aufs Neue viele hundert Gläubige anzieht. Unter dem Motto „Stein – Reich“ ging es diesmal um die eigene Schuld, um Verfehlungen und ganz einfach Dinge, die nicht richtig gelaufen sind und auf der Seele lasten.

Symbolisch für seine Sünden erhielt jeder Teilnehmer zu Beginn des Gottesdienstes einen Stein, verbunden mit der Einladung ihn anzusehen, vor Gott zu tragen, sich durch ihn befreien zu lassen und verändert weiterzugehen, diesen Stein einzutauschen gegen das Licht, um neu zu beginnen.

Die Impuls gebenden Fragen lauteten: Wo habe ich anderen Menschen Steine in den Weg gelegt oder Mauern aufgebaut? Wann habe ich mit Steinen geworfen, jemanden mit Worten oder Handlungen verletzt? Was ist mir nicht so gelungen, wie ich es mir gewünscht hätte oder es eigentlich gut und richtig gewesen wäre? Was für Steine lasten auf meiner Seele? Was für Steine trage ich mit mir herum?

Kreative Angebote und Gespräche

Nach dem Gottesdienst gab es wie gewohnt verschiedene Möglichkeiten, um die „Nacht der Versöhnung“ ausklingen zu lassen: Lebens- und Beichtgespräche oder kreative Angebote, wie das Verzieren von Kerzen. Der Eine–Welt–Laden St. Martinus war mit seinen Artikeln vor Ort, ebenso hatte der Laden der Franziskanerinnen geöffnet. Wie üblich waren alle Teilnehmer herzlich eingeladen, bei Gebäck und Getränken im Mutterhaus zu verweilen und in gemütlicher Runde miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Gruppe „Horizont“ aus Welschen-Ennest bereicherte in bewährter Weise den Bußgottesdienst. Kaum einer kann sich dem mitreißenden Lied mit Schlagercharakter entziehen, in dem es heißt: „Dies ist die Nacht der Versöhnung, dies ist der Ort der Begegnung, mit mir, mit dir, mit Gott und allen hier.“

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