Ein Platz für die Bürger

Es ist immer wieder die Rede von Bürgernähe. Von Bürgerfreundlichkeit. Von Bürgerbeteiligung. Die bis zum Einbinden in die Politik beim Bürgerhaushalt reicht. Als es um die von der Verwaltung vorgeschlagenen horrenden Steuererhöhungen ging, bewiesen die Bürger Zivilcourage. Und hatten Erfolg.

Denselben Erfolg wünscht man den Kirchhundemer Bürgerinnen und Bürgern beim Projekt Dorfplatz „Neue Mitte“. Weltbewegendes kann sicherlich auf dem kaum 300 qm großen Areal ohnehin nicht stattfinden. Es ist aber offenbar zu groß für gemeindliche Ingenieurskunst.

Dass er das Projekt nicht zu hoch aufgehängt haben wollte, zeigte der Gemeinderat mit einer Kürzung der ursprünglich veranschlagten Planungs- und Bausumme von 70 000 Euro auf die Hälfte. Doch das Bauamt bleibt standhaft. Dann wird 2015 eben nicht gebaut, dann bleibt der öde Platz weiter so liegen. Ehrenamtliche Hilfe durch den Bürgerverein ist ebenfalls unerwünscht. Wie es sich bei einer finanziellen Unterstützung durch Walter Mennekes verhält, bleibt abzuwarten.

Jetzt stellt sich die Situation offensichtlich wie folgt dar: Das benötigte Geld ist ebenso vorhanden wie gute Ideen und ehrenamtlicher Einsatz. Jetzt müsste nur noch die Verwaltung mitspielen.

Vielleicht werden die Bürger gefragt, was sie wollen. Denn es soll kein Platz für die Verwaltung, sondern für die Bürger werden.