Ein paar Sorgen ums Brauchtum
18.11.2011 | 17:56 Uhr 2011-11-18T17:56:00+0100
Attendorn. Anlässlich des Heimatabends am Donnerstag, welchen der Verein für Orts- und Heimatkunde im Hotel zur Post veranstaltete, nutzte Dieter Auert vom Plattdeutschen Kreis die Gelegenheit, zwei aktuelle Probleme, im Zusammenhang mit dem Osterbrauchtum in der Hansestadt, anzusprechen.
(ml) Anlässlich des Heimatabends am Donnerstag, welchen der Verein für Orts- und Heimatkunde im Hotel zur Post veranstaltete, nutzte Dieter Auert vom Plattdeutschen Kreis die Gelegenheit, zwei aktuelle Probleme, im Zusammenhang mit dem Osterbrauchtum in der Hansestadt, anzusprechen.
Nachdem Ulrich Lingemann vor fünf Jahren von Toni Teipel - auf dessen Bitte - das Vortragen der traditionell auf Plattdeutsch gehaltenen Ansprache am Karsamstag auf dem Alten Markt übernommen hatte, stellt er dieses Amt jetzt zur Verfügung. Denn, wie ein Sprichwort sagt „Undank ist der Welten Lohn“, Ulrich Lingemann hat für diese ehrenamtliche Aufgabe Kritik bis hin zu einem anonymen Brief geerntet.
Da der Osterfeuerverein jedoch Veranstalter ist, machte Dieter Auert an diesem Abend deutlich, dass der Plattdeutsche Kreis es gerne sehen würde, wenn die plattdeutsche Ansprache fortgeführt wird. Sprecher könnte man noch aus den eigenen Reihen stellen.
Auch eine zweite Sache kann offensichtlich so nicht weitergeführt werden. Es hat sich eingebürgert, dass nach der Plattdeutschen Messe am Pfingstmontag zum Backesfest des Osterfeuervereins - welches die vier Pooten abwechselnd organisieren - nach Bremge zu Bauer Johannes Leowald gewandert wird. Hier geht es aufgrund des Alters von Bauer Leowald so nicht weiter. Dass nach der Plattdeutschen Messe auch weiterhin eine Veranstaltung mit Verpflegung durch den Osterfeuerverein gewünscht ist, machte Dieter Auert während des Heimatabends deutlich. Mittlerweile ist hier auch der Osterfeuerverein aktiv geworden, der die Hubertushütte, an der Strom und Wasser vorhanden sind, als neuen Treffpunkt favorisierte.
Dieter Kost zeigte drei Filme, in denen es ein Wiedersehen mit vielen bereits verstorbenen Attendorner Größen und Originalen gab. So hatte Dieter Kost die Osterabläufe des Jahres 1974 ebenso im Film festgehalten, wie Veranstaltungen des Plattdeutschen Kreises im alten Jägerhaus und die Fußballspiele der vier Poorten auf dem Sportplatz an der Kölner Straße im Jahre 1981. Die plattdeutsche Sprache sollte an diesem Abend aber auch nicht zu kurz kommen. Rudi Hellner las die plattdeutsche Ansprache, die Ernst Maiworm (Koakes Ernst) am Karsamstag 1978 auf dem Alten Markt vorgetragen hatte, vor.
Über „die gute alte Zeit“ berichtete Hubert Schulte und der Altmeister der plattdeutschen Sprache, Toni Teipel, brachte das Weihnachtsevangelium nach Lukas in Plattdeutsche zu Gehör.
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