Ein Kontrastprogramm zum Wetter

Ennest..  Zu seinem traditionellen Konzert zum Jahresauftakt lud das Sinfonische Blasorchester des Musikzugs Ennest am Samstagabend in die Stadthalle Attendorn ein. „Danza del fuego“ lautete der Titel und die Zuhörer erwarteten feurige Tänze aus aller Welt. „Wir bieten ihnen bei diesem kalten und ungemütlichen Wetter draußen vor der Tür etwas, dass ihnen ganz warm ums Herz wird“, versprach Moderator Georg Elsäßer, der zum 25. Mal das Konzert moderierte, bei der Begrüßung.

Mit viel Wortwitz, Charme und feiner Ironie gehört er als Moderator zu den Konzerten des Musikzuges wie Ingo Samp als Dirigent. Georg Elsäßer ließ es sich auch nicht nehmen, den Bürgermeister persönlich zu begrüßen: „Als Ennester muss man ein Instrument lernen, allein um schon bei den Schützenfesten dabei sein zu dürfen. Sonst muss man Bürgermeister werden. Dann ist man natürlich auch vor Ort. Christian Pospischil hat sich für den zweiten Weg entschieden.“

Zum Aufwärmen präsentierten die 70 Musiker auf der Bühne zunächst den „Floral Dance“ von Katie Moss. Die Melodie ist in Deutschland insbesondere durch den Film „Brassed off“ bekannt. Es folgt „Danse Bacchanale“ aus der Oper „Samson & Dalila“ von Camille Saint-Saens. Mit dem anschließenden Stück „Arabesque“, einem arabischen Tanz, blieb das Orchester im Orient. Mit „Second Suite“ von Alfred Reed führten die Ennester Musiker einen Klassiker sinfonischer Blasmusik auf.

Reise nach Südamerika

Die lebensvolle Suite führte die Zuhörer in der voll besetzen Stadthalle nach Lateinamerika. Einmal auf dem Kontinent, folgte ein brasilianischer Tango, weich und ruhiger als vielleicht gewohnt, aber dennoch typisch brasilianisch. Der erste Teil des Konzertes schloss mit „Danza ritual del Fuego“ von Manuel del Fall, einem Flamenco, der ursprünglich als Gypsy-Song komponiert wurde und entsprechend temperamentvoll für ein musikalisches Klangerlebnis sorgte. Der zweite Teil startet mit der Polka „Von Freund zu Freund“. Hier hatten zu Beginn Robin Lakomek am Flügelhorn und Philipp Stuff am Tenorhorn ihren großen und bravourösen Soloauftritt. Beim anschließenden Stück „Lezginka“ war eine große Fingerfertigkeit im Holzregister gefragt und das wurde auch geboten. Nicht fehlen durften natürlich auch Stücke aus beliebten Musicals. In diesem Jahr fiel die Wahl auf „Tanz der Vampire“. Das Arrangement begann mit der Musical Ouvertüre, danach wechselten sich Orchesterpassagen und Soli ab.

„Mambo Jambo“

Und dann ging’s mit „Mambo Jambo“ wieder zurück in die Karibik. Dieser Hit vom Mambo-König Perez Prado wurde von den Musikern im Big-Band-Stil vorgetragen. Den Abschluss bildete das Arrangement „Riverdance“ von Johan de Meij mit den Solisten Tobias Berling am Sopran- Saxophon, Tobias Horten am ES-Altsaxophon und Matthias Florath am Tenorhorn. Für Gänsehaut sorgte dann das letzte Stück des Abends: In Gedenken an den verstorbenen Udo Jürgens gab es einen Querschnitt seiner schönsten Werke.