Ehemalige Schlosser-Lehrlinge treffen sich

im Jahre 1983 wurden Veraltung und Lehrwerkstatt des Bahnbetriebswerkes Altenhundem gesprengt.
im Jahre 1983 wurden Veraltung und Lehrwerkstatt des Bahnbetriebswerkes Altenhundem gesprengt.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Ende des Bahnbetriebswerks als eigenständiger Standort kam 1966. Morgen treffen sich die ehemaligen Auszubildenden der Lehrwerkstatt zum ersten gemütlichen Gedankenaustausch.

Altenhundem..  Die Zahl der Mitarbeiter des ehemaligen Bahnbetriebswerkes Altenhundem war rapide gesunken. Das „Fähnlein der Aufrechten“ wird von Gerhard Büngener zusammen gehalten. Die ehemaligen Bahner können sich am morgigen Mittwoch, 1. April auf eine Zusammenkunft der ganz besonderen Art freuen: Zum ersten Mal treffen sich die ehemaligen Bundesbahn-Schlosserlehrlinge, die zwischen 1943 und 1962 ihre Ausbildung in der Lehrwerkstatt des Bahnbetriebswerkes absolvierten ab 16 Uhr im Gasthof „Zur Forelle“ im Jammertal. Für Speisen und Getränke sorgt der Forellen-Wirt. Weitere Informationen gibt es bei Gerhard Büngener, 02723/2396.

Systematischer Niedergang

Miteiner riesengroßen Portion Weihmut blickt Gerhard Büngener auf die Glanzueit des Bahnbetriebswerkes zurück, in dem im Jahre 1945 sage und schreibe 728 Mitarbeiter beschäftigt waren. 1957 waren es noch 444. Nach Errichtung des Abschnitts Altena bis Siegen der Ruhr-Siegstrecke im Jahre 1861, Altenhundem-Schmallenberg (1887) und Altenhundem-Erndtebrpck (1914) hatte sich Altenhundem zum Verkehrsknotenpunkt entwickelt. Erz aus dem Siegerland, Koks aus dem Ruhtgebiet, Grubenholz ins Ruhrgebiet - kein Wunder, dass das Bahnbetriebswerk besondere Anlaufstelle war. So waren hier 1954 50 schwere Dampfloks stationiert. Ende 1962 belief sich der Mitarbeiterstand auf nur noch 260 Personen, davon 156 im Fahrdienst. So war es kein Wunder, dass 1961/62 die hiesige Lehrwerkstatt geschlossen und schließlich 1983 durch Sprengung dem Erdboden gleic gemacht wurde. Ab 1966 war Altenhundem nur noch Zweigstelle des Betriebswerks Finnetrop, das 1982 zum Betriebswerk Siegen kam.

Winterquartier

1977 brannte der Lokschuppen, in dem der Zirkus Hagenbeck Winterquartier bezogen hatte, völlig aus, etliche Tiere verendeten. Ab 1981 gab es keine Beimänner mehr. Die Elektrifizierung der Ruhr-Sieg-Strecke bedeutete das endgültige Aus für das Bahnbetriebswrk Altenhunde.