DRK vor Herkules-Aufgabe

Der Bettenaufbau stand gestern im Mittelpunkt in der ehemaligen Ferienstätte Regenbogenland. DRK, Feuerwehr und THW hatten alle Hände voll zu tun.
Der Bettenaufbau stand gestern im Mittelpunkt in der ehemaligen Ferienstätte Regenbogenland. DRK, Feuerwehr und THW hatten alle Hände voll zu tun.
Foto: WP
350 Feldbetten mussten in der Notunterkunft Regenbogenland aufgebaut, die alten Betten abgebaut werden.

Olpe..  Es wimmelte gestern nur so von Hilfskräften in der ehemaligen Familienferienstätte „Regenbogenland“ in Olpe: Obgleich auf die über 120 Helfer die Herkulesaufgabe wartete, das Haus für bis zu 350 Flüchtlinge herzurichten, war von Hektik nichts zu spüren. Christoph Brodesser, Abteilungsleiter des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, der die Organisation gemeinsam mit Albert Kattwinkel und Torsten Tillmann vom DRK-Kreisverband leitete, zeigte sich überzeugt, dass das DRK die von der Bezirksregierung Arnsberg aufgetragene Aufgabe erfüllen werde. Brodesser: „Wir haben den Auftrag, das Haus für 350 Menschen vorzubereiten, und das tun wir.“ Ob bereits morgen diese Zahl eintreffen werde, darauf wollte sich Brodesser nicht festlegen: „Das hängt sicherlich davon ab, wie viele morgen in den Aufnahmestellen des Landes eintreffen.“

Da die Küche des „Regenbogenlandes“ noch nicht in vollem Umfang nutzbar sei, so der Rot-Kreuz’ler, werde das Essen an den ersten Tagen von der Caritas angeliefert. Übergangsweise werde man danach auf einen Anbieter für Fertiggerichte zurückgreifen.

So schnell wie möglich Asylverfahren

Brodesser wies in dem Zusammenhang daraufhin, dass das „Regenbogenland“ als Notunterkunft eher als eine Zwischenlösung für die Masse an Asylbewerbern gedacht sei: „Ziel ist es wohl, diese Menschen so schnell wie möglich ins Asylverfahren zu bekommen.“

Das Hauptaugenmerk lag im Abbau der bestehenden und im Aufbau der neuen Betten. Die vorhandenen Betten im Regenbogenland seien vom Zuschnitt nicht geeignet.“ Hintergrund: Der vorhandene Platz wird überwiegend für Doppelstock-Feldbetten benötigt, die der DRK-Landesverband aus seinem Lager in Nottuln per Lkw nach Olpe transportieren ließ. Die ersten Busse mit den überwiegend aus dem Kosovo stammenden Flüchtlingen würden, so Albert Kattwinkel, „irgendwann am Samstag Nachmittag, vermutlich gegen 15 Uhr, erwartet.“

Andere Kommunen im Kreis, so informierte Kreisdirektor Theo Melcher gestern, hätten auf Anfrage keine geeigneten Unterkünfte gemeldet. Die Anforderungen, mindestens Platz für 150 Menschen und sanitäre Anlagen, seien kurzfristig offenbar nicht erfüllbar.

Namen und Zahlen

Im „Regenbogenland“ waren etwa 60 Hilfskräfte des DRK im Einsatz, die Feuerwehren Olpe, Lennestadt und Finnentrop mit 50 sowie das THW mit neun Helfern.

Für den DRK-Landesverband war Abteilungsleiter Christoph Brodesser vor Ort, für den Kreisverband Albert Kattwinkel und Torsten Tillmann.

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