„Don’t cry for me Argentina“ fesselt rund 1800 Zuschauer

Attendorn..  Mit über 150 Schülern, Lehrern, Ehemaligen und Gästen führte die Musical-AG des St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn am vergangenen Wochenende vor rund 1800 Zuschauern das Musical „Evita“ auf. Die Schule dürfte dabei eine der ersten Amateurbühnen in Deutschland gewesen sein, die dieses Werk aufgeführt hat, denn erst vor etwa zwei Jahren sind die Rechte für die Musicals von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice für Amateuraufführungen freigegeben worden.

„Das Musical hat so super geklappt, einfach weil wir so ein gutes Team waren“, freute sich Antonia Vogt (Jahrgangsstufe Q1) als eine der beiden Hauptdarstellerinnen.

Das Team bestand in diesem Jahr nicht nur aus den Solisten, dem Vokalpraktikum, verschiedenen Sportkursen (Schwerpunkt Tanz) und dem Orchester, auch der Unterstufenchor und Lehrer der Schule waren involviert. Unter Leitung von Raphaele Voß (Regie) und Christoph Schulte (Musik) probte das Ensemble ab Herbst vergangenen Jahres.

Das Musical beginnt im Jahr 1952 mit der Beerdigung der von den Argentiniern geliebten Präsidentengattin Eva Perón, gespielt von Antonia Vogt (Q1) und Sarah-Lena Schebitz (Abitur 2013). Das 20-köpfige Orchester erzeugte dabei eine traurige und dramatische Atmosphäre, sodass Stille im Forum herrschte.

Anschließend führte Evas Gegenspieler Che Guevara, gespielt von Frank Walle (Q2), die Zuschauer 20 Jahre in die Vergangenheit zurück. In den zwei Stunden wurde das Leben der Eva Perón und ihre Begegnungen mit ihrer ersten Liebe Magaldi, gespielt von Noah Köster (Kl.9, Realschule), und mit ihrem zukünftigen Ehemann und argentinischen Präsidenten Juan Perón, gespielt von Lennart Jakobs (Abitur 2013), inszeniert.

Vier Aufführungen ausverkauft

„Ein bisschen aufgeregt zu sein gehört dazu, aber die Vorfreude ist größer“, so Antonia Vogt.

Spätestens bei dem Auftritt der Lehrer, die in Anzug und Fliege und begleitet von jeweils zwei Damen (Schülerinnen der Q2) auf die Treppe des Forums traten, war die Stimmung aufgelockert. Auch die Kostüme, für die wieder Silvia Weidemann verantwortlich war, waren an den argentinischen Stil angepasst. Um die richtigen Lichteffekte und den Ton kümmerte sich das Technikteam unter der Leitung von Klaus Schmalenbach und Thomas Scherf.

„Die Arbeit hat sich gelohnt, vier Aufführungen waren schon im Vorfeld ausverkauft“, so Antonia Vogt.