Die Standardausrede wird nicht akzeptiert

Die Sänger des MGV "Westfalia" freuen sich riesig auf neue Mitstreiter.
Die Sänger des MGV "Westfalia" freuen sich riesig auf neue Mitstreiter.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
„Ich kann nicht singen“. Diesen nahezu reflexartigen Standardspruch vieler Männer werden die Sänger des MGV „Westfalia“ in den nächsten Tagen wohl oft zu hören bekommen.

Ennest..  „Ich kann nicht singen“. Diesen nahezu reflexartigen Standardspruch vieler Männer werden die Sänger des MGV „Westfalia“ in den nächsten Tagen wohl oft zu hören bekommen, wenn sie an den Haustüren im Ort und den angrenzenden Wohngebieten schellen, um neue, nicht unbedingt nur junge Mitglieder für ihren Chor zu werben.

Und sie wissen, dass das oft nicht stimmt, dass man Singen lernen kann, und wie Klaus Bock, der Vorsitzende des Traditionsvereins, aus langjähriger Erfahrung weiß, Singen Freude macht. Davon, dass Singen im Chor am schönsten ist, wollen die Ennester Sänger unter dem Motto „Probieren Sie es aus - kommen Sie zu uns“ im Rahmen einer groß angelegten Aktion dafür werben, dass sich „Männer jeden Alters, die auch nicht unbedingt aus Ennest kommen müssen“, so Bock, zumindest einmal für den Chor interessieren. Das kann ganz ungezwungen bei einem Informations- und Kennenlern-Treffen am Freitag, 30. Januar, um 17.30 Uhr im weithin einmaligen vereinseigenen Sängerhaus „Westfalia Treff“ geschehen, oder auch ganz unverbindlich beim Besuch einer Probe, die mit Ausnahme der Schulferien immer freitags von 17.30 bis 19 Uhr an gleicher Stelle stattfinden.

„Keiner braucht Angst zu haben: bei uns muss niemand vorsingen“, spricht Vorsitzender Klaus Bock auch eine Befürchtung an, die viele vom Besuch einer Chorprobe abhalten könnte. Auch Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. „Da geht es ganz ungezwungen zu“, verspricht Bock.

Achtfacher Meisterchor

Das Liedgut des achtfachen Meisterchors, der unter dem Dirigat des renommierten Chorleiters Alexander Weber steht, ist breit angelegt und „entspricht längst nicht mehr den Vorstellungen, die manche von Männerchören haben“, betont Schriftführer Burkhard Springob. Die Palette reicht von Volksliedern, Gospel und Unterhaltungsmusik, natürlich auch in englischer Sprache, bis hin zum anspruchsvollen Chorwerk. Einen gewissen Anspruch haben die Sänger des Ennester schon noch und wollen ihr Niveau auch zukünftig gerne halten.

Dazu benötigen sie neue, möglichst auch jüngere Sänger, denn der ehemals 65-köpfige Chor besteht derzeit noch aus gut 30 aktiven Sängern. Ohne neue Mitglieder wäre der Fortbestand des 114 Jahre alten Chors im größten Dorf der Stadt Attendorn mittelfristig gefährdet. Das wollen die Sänger unbedingt verhindern.

Jetzt den Neueinstieg wagen

„Der jetzige Zeitpunkt ist optimal für einen Neueinstieg“, wirbt der Vorsitzende Klaus Bock, „denn wir werden im Frühjahr damit beginnen, ein neues Repertoire einzustudieren. Dabei könnten wir auch auf die Vorstellungen neuer Sänger eingehen“.

In den nächsten Tagen werden die Mitglieder des MGV „Westfalia“ Ennest also an den Haustüren des Ortes schellen, einen Flyer verteilen und die Männer ansprechen, ob sie sich vorstellen könnten, in einer schönen Gemeinschaft, die über den Gesang hinaus geht, mitzumachen.

Die Ausrede „ich kann nicht singen“ alleine zieht dann nicht.