Die neue Turnhalle am Gymnasium ist undicht

Die neue Turnhalle des Städftischen Gymnasiums ist undicht.
Die neue Turnhalle des Städftischen Gymnasiums ist undicht.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Seit Monaten findet ind er Turnhalle kein Schulsport am GymSL mehr statt. Erst kam die Feuchtigkeit, dann der Schimmel. Die Ursachenforschung gestaltet sich gar nicht so einfach.

Altenhundem..  Beim Bau von Schulturnhallen hat die Stadt Lennestadt offensichtlich kein glückliches Händchen. Nach dem Desaster mit der Halle an der Maumker Grundschule, nach Wiederausschachten, Trocknung, Suche nach der Ursache und dem oder den Schuldigen und langwierigem Zivilprozess um Schadensersatz ist nun auch die neue Turnhalle am Städtischen Gymnasium von unerwünschter Feuchtigkeit betroffen.

Inzwischen wurde im Rahmen der Ursachenforschung der komplette Hallenboden heraus gerissen - ohne weitere Erkenntnisse zu erlangen. Danach waren die Nebenräume wie Umkleiden oder Duschen an der Reihe. Auch hier wurde der Boden heraus gerissen. Selbst die gefliesten Wände hielten dem Forscherdrang des eingeschalteten Baugutachters und einer fleißigen Hochbau-Truppe nicht stand. Aber auch das brachte bisher nicht den gewünschten Erfolg.

Zumindest hatten Schule und Stadt als Träger in den letzten Monaten striktes Stillschweigen über das unerwartete Malheur bewahrt. In der letzten Ratssitzung setzte Bürgermeister Hundt die KommunalpolitikerInnen über den Verfahrensstand in Kenntnis. Systematisch sei im Rahmen des Beweissicherungsverfahrens vom Gutachter die komplette Entfernung des Hallenbodens veranlasst worden. Nach der Eröffnung der Halle 2013 sei zunächst alles in Ordnung gewesen.

Geologisches Gutachten

Hundt: „Nach den bösen Erfahrungen in Maumke - wobei der Stadt nach dem Gerichtsurteil kein finanzieller Schaden entstanden ist - haben wir fürs GymSL schon im Vorhinein zusätzlich ein spezielles geologisches Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse - z.B. über das Hangdruckwasser - Eingang in die weiteren Planungen fanden.“ Zunächst sei dann Wasser in den Bodenhülsen aufgetreten. Nach Auftretender Feuchtigkeit habe sich schnell auch Schimmel gezeigt. Der Gutachter habe daraufhin die Turnhalle als nicht nutzbar bezeichnet.

Angesichts der letzten meist trockenen Wochen sei in der Halle keine Nässe mehr aufgetreten. Jetzt warte der Gutachter auf anhaltende kräftige Regengüsse, um der Ursache der Undichtigkeit endlich auf die Spur zu kommen. Ratsherr Heinz Vollmer schlug augenzwinkernd vor: „Vielleicht könnte die Feuerwehr dort ja mal eine Übung machen.“

Bringt nichts, so Bürgermeister Hundt, selbst mit etlichen C-Schläuchen erreiche man nicht eine Einbeziehung der Wasser führenden Erdschichten. Die Sommerferien haben die Lage beim Schulsport entspannt. Bleibt zu hoffen, dass der Fehler schnell gefunden wird. Und anschließend der Verursacher. Um mit diesem dann Schuldfrage und Regressansprüche zu klären.