Die Kanzlerin hat Fragen, die Region antwortet

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„Gut leben in Deutschland - was uns wichtig ist“ lautet die Überschrift einer Vereinbarung im Koalitionsvertrag, gemäß der die Bundesregierung von Bürgern wissen will, was für sie Bedeutung hat und was nicht. Ein Teil der Antworten wird aus dem Kreis Olpe kommen.

Kreis Olpe..  „Gut leben in Deutschland - was uns wichtig ist“ lautet die Überschrift einer Vereinbarung im Koalitionsvertrag, gemäß der die Bundesregierung von Bürgern wissen will, was für sie Bedeutung hat und was nicht. Ein Teil der Antworten wird aus dem Kreis Olpe kommen.

Mit einem, wie er sagte „echten Knaller“ meldete sich gestern VHS-Leiter Jochen Voß aus Berlin zurück. Das Bundeskanzleramt hatte die VHS des Kreises Olpe ausgewählt, als Gastgeber unter Regie der Bundesregierung einen Bürgerdialog zu veranstalten.

Zur Auftaktveranstaltung lud die Kanzlerin persönlich ein. VHS-Leiter Jochen Voß und Programmbereichsleiterin Catrin Stockhecke-Meister waren nach Berlin gereist, um als Gäste der Kanzlerin und des Bundeswirtschaftsministers Gabriel an der Auftaktveranstaltung teilzunehmen.

Möglichst viele Menschen erreichen

Zu dem Thema „Gut leben in Deutschland – was uns wichtig ist“ möchte die Bundesregierung, unter Beteiligung aller Ressorts, mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, rief sie zivilgesellschaftliche Gruppen und Organisationen auf, Bürgerdialoge zum Thema „Gut leben“ auszurichten.

„Ich freue mich auf das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern darüber, was gutes für sie Lebenbedeutet,“ so Angela Merkel in ihrer Eröffnungsrede im Berliner Gasometer. „Was Menschen wichtig ist, muss Auftrag für unsere Politik sein.“

Die Ergebnisse der Bürgerdialoge werden mit Unterstützung unabhängiger Wissenschaftler ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse münden in Indikatoren für Lebensqualität, an denen sich die Bundesregierung künftig orientieren will.

„Ob gute Arbeit, Gesundheit oder Familie, Freunde und Zusammenhalt,“ so Gabriel am Montag, „wir suchen die Debatte darüber, was wirklich zählt. Dafür wollen wir Politik machen.“

Die Lebensgeschichte im Gepäck

Die Bundesregierung möchte möglichst viele Menschen erreichen und an der offenen Diskussion beteiligen. „Jetzt liegt es an uns“, so Catrin Stockhecke-Meister, „den Dialog in Schwung zu bringen und mit repräsentativen Gruppen aus unserer Region ins Gespräch zu kommen.“

Die VHS des Kreises Olpe wird Menschen einladen, die mitten im gesellschaftlichen Leben im Kreis Olpe stehen, aus vielen Bereichen, aus unterschiedlichen Generationen und mit vielfältigen Lebensgeschichten im Gepäck. Das Konzept sei zwar noch nicht in allen Einzelheiten beschlossen, aber „unsere Idee ist es,“ so Voß weiter, „vor allem die zu Wort kommen zu lassen, die sonst nicht viel sagen, sondern ihren gesellschaftlichen Part in Beruf oder Familie, in der Gemeinde oder im Ehrenamt leise, aber aktiv und tatkräftig wahrnehmen.“

Ehrliche Aussage

Feuerwehrleute und Mitarbeiter von Hospizdiensten sind Beispiele. Mit ihrer Auswahl will die VHS eine als besonders ehrlich empfundene Aussage der Kanzlerin aufgreifen: „Wir kennen die Antworten nicht und wir geben uns sogar Mühe, nicht zu glauben, dass wir sie kennen, sondern wir sind neugierig. Das bedeutet auch, dass wir zugeben, dass wir noch nicht alles wissen.“

Die Schnittstelle VHS

Jochen Voß und Catrin Stockhecke-Meister freuen sich auf diese besondere Aufgabe, Schnittstelle zu sein zwischen den Bürgerinnen und Bürgern des Kreises und der Bundesregierung. Sie werden die Veranstaltung im Kreis Olpe, die am 15. September 2015 im Forum des Weiterbildungszentrums Olpe stattfinden wird, organisieren.

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