Die Imker von der Schulbank

Wenden..  „Wenn im Mai die Bienen schwärmen, soll man gleich vor Freude lärmen“, heißt es. Nun: In der Wendener Gesamtschule dürften die Imker von der Schulbank auch begeistert „lärmen“, wenn die fleißigen Bienen für leckeren Honig sorgen. Seit Frühjahr 2014 gibt es dort einen Bienenstand mit zwei Bienenvölkern in der Streuobstwiese bei der Gesamtschule, der für den AG-Unterricht und anderen naturwissenschaftlichen Unterricht genutzt wird. Nun soll eine Schulimkerei entstehen. Der Imkerverein Wenden hat beantragt, für die Ausstattung einer Imkerei und die AG „Imkern“ an der Gesamtschule einen Betrag von 7500 Euro zur Verfügung zu stellen.

Die Aussichten zur Bewilligung des Geldes sind gut. Die Verwaltung schlägt den Politikern im Hauptausschuss am kommenden Montag vor, dem Bürgerantrag zu zu stimmen. Zwei Tage später entscheidet der Rat abschließend. „Als Fortführung der bisherigen Arbeit sollte die Einrichtung einer Schulimkerei unterstützt werden“, meint auch Bürgermeister Peter Brüser in seiner schriftlichen Stellungnahme. Bereits 2001 und 2002 sei auf dem gemeindlichen Grundstück am Oberen Falkenweg eine Obstwiese angelegt worden, die durch ein Insektenhotel, eine Trockensteinmauer, eine Totholzhecke und einen Schaubienenstand sowie Informationstafeln erweitert wurde.

Engagement des Imkervereins

Zum Beginn dieses Schuljahres entstand am Schulzentrum eine „Imker-AG“, die jeden Mittwoch von 15 bis 16 Uhr mit einer kleinen Gruppe von Schülern der 5. Klasse durch das Bienenjahr mit einem ehrenamtlichen Imker des Imkervereins Wenden geführt wird. „Da im nächsten Schuljahr eine Fortsetzung der Imker AG folgt und sich daraus eine kleine Schulimkerei entwickeln soll, werden bestimmte Dinge, die nicht unbedingt einfach transportabel sind, für die Schule als Imkerei-Grundausstattung benötigt“, so Rüdiger Schwalbe, Vorsitzender des Imkervereins Wenden, in der Begründung des Antrages. Konkret geht es unter anderem um Schutzanzüge für die Schüler, Honigschleuder und Entdeckelungsgeschirr, Wachsschmelzer und Abfüllbehälter. Schwalbe: „Mit diesen Gegenständen wären alle Aktivitäten der Schüler rund um das Bienenjahr ohne Probleme in der Schule zu realisieren. Was an weiteren Materialien und Werkzeugen fehlt, wird ehrenamtlich bereitgestellt. Die Betreuung der Imker-AG’s und einer Schulimkerei durch unseren Imkerverein ist für die nächsten Schuljahre auf unbestimmte Zeit gesichert.“

Honig selber vermarkten

Eine tolle Geschichte. Der von den Bienenvölkern an der Gesamtschule geerntete Honig könnte bei Veranstaltungen der Schule mit eigenem Schuletikett zugunsten der Schule von den Schülern vermarktet werden, so Schwalbe, der bereits mit dem stellvertretenden Leiter der Gesamtschule, Dieter Karrasch, die organisatorisch sowie räumlichen Voraussetzungen geklärt hat.

Damit gibt es grünes Licht für die Schulimkerei. „Hier besteht die seltene Möglichkeit, mit relativ geringem finanziellen Aufwand die Schülerinnen und Schüler unserer Gesamtschule in Wenden bei dem ökologisch sehr wichtigen Thema der Bestäubungsleistung unserer Insekten und vor allem der Bienen zu fördern und für die Umwelt und Landwirtschaft unserer Region zu sensibilisieren. Gleichzeitig sollte die ökologische Ausrichtung unserer Gesamtschule auch eine positive Außenwirkung haben und damit der Erfolg der Schule einhergehen“, so Rüdiger Schwalbe.