Deutsch-polnischer Austausch

Die beteiligten Künstler des Workshops
Die beteiligten Künstler des Workshops
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Schon seit Jahren treffen sich 15 KünstlerInnen aus Otwock und Lennestadt abwechselnd zum gemeinsamen Arbeiten. Eine Ausstellung im KulturBahnhof präsentiert die zuletzt entstandenen Werke.

Grevenbrück/Kickenbach..  „Uns drängt ein wenig die Zeit“, schmunzelt Marlies Backhaus, Vorsitzende des Künstlerbund Südsauerland in Anbetracht, der bevorstehenden Ausstellungseröffnung im Grevenbrücker Kultur Bahnhof. Von letzten Sonntag an bis Sonntag, 5. Juli, werden dort sieben polnische und acht deutsche Künstler ihre Werke ausstellen, die in den Tagen zuvor auf Heinemanns Hof in Kickenbach entstanden sind (wir berichteten). Die Ausstellung ist freitags und samstags von 17 bis 22 Uhr und sonntags von 17 bis 21 Uhr geöffnet.

Präsentation

Das Projekt wurde ausführlich der Presse im Grevenbrück Kultur Bahnhof vorgestellt. Bereits zum achten Mal abwechselnd in Deutschland und Polen ließen in den vergangenen acht Jahren 15 Künstler ihrer kreativen Ader freien Lauf. Verschiedene Themen standen bereits im Mittelpunkt, die künstlerisch interpretiert wurden.

Beim diesjährigen Treffen steht das Thema „Mit anderen Augen - Spurensuche in der Region“, im Mittelpunkt. Rolf Kluge hatte als Ziel der vorangegangenen Exkursion den Alten, Evangelischen Friedhof in Grevenbrück und den benachbarten Steinbruch der Rheinkalk AG ausgewählt

„Beides hat uns gezeigt, was den Menschen und die Natur auf unterschiedliche Weise zusammen bringt“, so Kluge, der damit deutlich machte, dass die Renaturierung des Friedhofs in gewisser Weise den Gegensatz zum Steinbruch darstellt, bei dem der Mensch die Natur verändert. Beide Besichtigungen gaben den Künstlern Impulse für ihre Werke, die danach zum zweiten Mal auf Heinemanns Hof in Kickenbach entstanden. Den Gastgebern gilt der aufrichtige Dank der Künstler für die herzliche Betreuung.

„Das Spannende ist, dass alle malerischen Ansätze unterschiedlich interpretiert werden, von naturalistisch bis hin zu Details“, erklärt Marlies Backhaus vom Künstlerbund Südsauerland, der das Treffen in Kooperation mit der Polnischen Künstlervereinigung aus Otwock stattfinden lässt. Die Vorsitzende der Künstlervereinigung, Kamila Bialkwska-Ismael hob hervor: „Wir haben nette Menschen kennen gelernt und die entstandenen Freundschaften gefestigt. Durch den Eintritt Polens in die EU hat sich vieles verändert.

Eine interessante Entwicklung hat es in den letzten Jahren auch in Lennestadt gegeben. Wir genießen den Erfahrungsaustausch, nehmen Ideen mit und lernen andere Techniken.“

Wichtig und wertvoll sind laut Aussage von Kamila Bialkowska-Ismael auch die abendlichen gemütlichen Runden, die abwechselnd bei den hiesigen Künstlern in ihren Ateliers auch schon mal bis in die Nach hinein dauern. Zu den abendlichen Treffen fügt Marlies Backhaus schmunzelnd hinzu: „Wenn Johann Pietrczak nicht dabei ist, ist die Kommunikation schon sehr abenteuerlich.“ Finanziell werden die Treffen von der Stiftung für Deutsch/Polnische Zusammenarbeit unterstützt.

Polnische Wochen

Abgerundet wird die Ausstellung von Polnischen Wochen, bei denen zusätzlich zur üblichen Speisekarte einige polnische Spezialitäten auf dem Programm stehen. „Es war immer unser Ziel Kultur und Gastronomie zu verbinden“, erklärt Rolf Schauerte.