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Finnentrop

Der Umbau hat begonnen

16.07.2010 | 17:33 Uhr
Der Umbau hat begonnen
Vertreter von Bahn, Verkehrsministerium, Bundestag sowie Bürgermeister Heß und Finnentrops Ehrenbürger Ernst Vollmer (li) beim gemeinsamen ersten Spatenstich.

Finnentrop.Mit einem symbolischen ersten Spatenstich begannen gestern die Umbauarbeiten für den Finnentroper Bahnhof.

Angeführt von Bürgermeister Dietmar Heß, Oliver Wolff, Abteilungsleiter im Verkehrsministerium des Landes und Reiner Latsch, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land, schaufelte die Feierdelegation von Bahn und Ministerium ein Paar Schüppen Sand von unten nach oben. Etwas mehr als eine Million Euro kosten die Erhöhung des Hausbahnsteigs auf 76 cm, moderne Fahrgastinfomationssysteme, ein Aufenthaltsbereiche und Systeme für Barrierefreiheit. Die Anhebung des Bahnsteiges ermöglicht den Fahrgästen künftig ein stufenfreies Ein- und Aussteigen. Der Hausbahnsteig wird zudem zu einem Kombibahnsteig umgebaut. Künftig können Busse direkt an der anderen Bahnsteigkante halten, so dass ein leichter Übergang zwischen Bus und Bahn ermöglicht wird. Nachdem die Arbeiten am Bahnsteig abgeschlossen sein werden, wird die Gemeinde grünes Licht für den Umbau des Omnibusbahnhofs (520 000 Euro) geben, der ein gemeinsames Dach mit dem ersten Bahnsteig erhalten wird.

In einer zweiten Phase werden die übrigen Finnentroper Bahnsteige modernisiert werden. Mitte 2011 sollen die Arbeiten der Phase 1abgeschlossen sein. Trotz der vielen Enttäuschungen, die die Zusammenarbeit mit der Bahn in Finnentrop hinterlassen hat, überwog gestern bei Bürgermeister Heß die Freude über den Beginn der Umbauarbeiten, die ein erster Schritt in jenem Großprojekt sind, in denen am Ende auch der schienengleiche Bahnübergang verschwinden soll.

Gunnar Steinbach

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Kommentare
19.07.2010
17:01
Der Umbau hat begonnen
von Bole von Eust | #17

Die Allgemeinheit ist nunmal dafür da, gewisse Sachen, gerade auch im ländlichen Bereich, zu finanzieren. Dies unterscheidet die Bundesrepublik Deutschland von zentralistisch denkenden Staatsformen. Wenn Infrastruktur nur noch in Ballungsräumen mit hoher Frequentierung und entsprechendem Profit vorhanden sein soll, dann wird es zwangsläufig zu einer Umsiedlung und zu einer Vergreisung ganzer Landstriche kommen. Diese Entwicklung wird dann den Sozialstaatsfinanzierern noch teurer zu stehen kommen. Wenn man Projekte immer nur mit dem zu erzielenden Profit aufrechnet kommt man in die Situation der Deutschen Bahn. Um für den Börsengang attraktiv zu werden, spart man das Verkehrssystem bis an die sicherheitskritische Schwelle zu Grunde. Ferner hinterläßt man den Kommunen wie z.B. Finnentrop riesige Industriebrachen und einstürzende Altbauten. Alles bereits einmal mit den Geldern der Steuerzahler erbaut und ganz klares Volkseigentum. Leider jetzt wg. falscher politischer Vorgabe und Missmanagement total vergammelt und nichts mehr wert.Das nennt man eigentlich Vernichtung von Volksvermögen und kann mit dem Verbrennen von Geld gleichgesetzt werden. Das ist das gleiche Prinzip, wie vorher beschrieben. Man denkt an den kurzfristigen Gewinn und was später ist, juckt einen nicht (gilt übrigens auch für die Atomkraft). Das hat mit einer nachhaltigen Politik rein gar nichts mehr zu tun.

Vergleichbare Kommunen entwickeln ihre Zentrallagen eindeutig positiver und zwar ohne Discounter.

Soweit meine Worte. Alles Weitere in einem persönlichen Gespräch!

19.07.2010
15:50
Der Umbau hat begonnen
von derKreuzritter | #16

#15 von Der Planer

Falsch. Ich selbst arbeite in Attendorn, anstatt in Attendorn einkaufen zu gehen, fahre ich neuerdings am Netto vorbei und kaufe dort ein. Zumindest in meinem Fall wird Kaufkraft in Finnentrop gestärkt. Ich kenne auch noch genug andere Pendler, die das genauso machen. Und ob die Damen tatsächlich so schlecht bezahlt werden, bezweifel ich. Ich weiss z.B., das in anderen Discountern sehr ordentlich bezahlt wird.

Sie schreiben, man muss Geld in die Hand nehmen, um etwas zu etablieren. Ich sage nur Kino in Finnentrop, da wurde auch eine Menge Geld reingesteckt, war das ein Erfolg? Oder das chronisch defizitäre Finto? Tolle Ideen sind schön, aber wenn letztendlich immer der Steuerzahler in Haftung genommen wird, wenn es mit der Finanzierung mal wieder nicht klappt, dann ist das gegenüber künftige Generationen eine Sauerei. Manchmal habe ich den Eindruck, das viele Finnentroper denken, man muss nur genug Geld drucken, dann ist alles bezahlbar. Wenn es nur so einfach wäre.....
Mir fällt beim besten Wille nicht ein, was unten in der Tallage in dieser Grösse ausser ein Discounter überleben kann. Und wenn der Discounter pleite geht, na und? Das ist dann Sache von Netto, nicht vom Steuerzahler.

19.07.2010
15:18
Der Umbau hat begonnen
von Der Planer | #15

Wenn man was etablieren will, muß man Geld in die Hand nehmen und Ideen haben. Sonst bekommt man solche Verlegenheitslösungen wie in Finnentrop.
Die Arbeitsplätze in einem Discounter sind meist geringfügiger Art und führen nicht zu einer nachhaltigen sozialen Absicherung der Beschäftigten. Auch das Kaufkraft-Argument zieht nicht. Es handelt sich nicht um eine Steigerung der Attraktivität sondern um die Grundversorgung, die bereits anderweitig abgedeckt ist. Zusätzliche Kaufkraft wird nicht gebunden. Hierfür gilt es bisher fehlenden Einzelhandel anzusiedeln. Leider wird dem Zeitgeist gefolgt und landauf und ab jede noch so kleine Fläche mit einem Discounter zugepflastert. In zehn Jahren wird sich diese Kurzsichtigkeit rächen und mit hohen Steuermitteln diese Fehlentwicklung korrigiert werden müssen.

19.07.2010
14:47
Der Umbau hat begonnen
von Howie | #14

Es liegt wohl an der Hitze!

19.07.2010
12:45
Der Umbau hat begonnen
von derKreuzritter | #13

Die Politik hat schon einiges falsch gemacht, z.B. den Kauf und Renovierung des alten Bahnhofgebäudes neben dem BÜ. Wer will dort schon leben? Richtig war der Abriss des Empfangsgebäudes, die Häuser nebenan hätten aber mit Sicherheit das gleiche Schicksal verdient gehabt. Im einzig erhaltenswerten Gebäude ist jetzt eine Pizzeria, hoffentlich wird sie von den Finnentropern angenommen. Ich persönlich finde die Pizzeria übrigens aussen und innen gut gelungen und schmecken tut es dort auch.

Ich verstehe nicht, warum gegen den Discounter so gewettert wird. Der Discounter schafft Arbeitsplätze und zieht Kaufkraft an. Was will man mehr? Ich persönlich hoffe noch zusätzlich auf einen Aldi in der unmittelbarer Nähe.

Die entscheidende Frage ist doch, was denn anstelle eines Discounters dorthin sollte? Alle Ideen, die hier in der Vergangenheit vorgetragen wurden, würden den Steuerzahler Unmengen Geld kosten. Eine Lösung, die sich selbst trägt, findet sich einfach nicht. Berlet wäre vielleicht eine gewesen, aber dafür ist Finnentrop vermutlich doch etwas zu klein.

19.07.2010
12:09
Der Umbau hat begonnen
von mertensen | #12

Das Bild zeigt es doch: Diese Spatenstecher werden niemals ein Problem lösen. Show und Verdunkelung der negativen Tatsachen seit 30 Jahren. Macht Euch an die Arbeit, geht den Zuständigen jeden Tag auf den Wecker, lasst Euch was einfallen. Das Ziel muss sein: In zwei Jahren ist alles fertig. Wie schafft so etwas eigentlich ein Privatunternehmen? Armes Finnentrop.

19.07.2010
11:08
Der Umbau hat begonnen
von gimme hope for Finnentrop | #11

....und schon wieder ein vielversprechender Spatenstich in der Boomtown Finnentrop!
Was aus dem letzten Spatenstich und dem damaligen Landes-Spatenstecher geworden ist, weiß man ja inzwischen.....

19.07.2010
10:58
Der Umbau hat begonnen
von Union Pacific | #10

Der Amerikaner hätte Finnentrop wenigstens zur Grand Central Railway Station ausgebaut und nicht einen Pseudo-Haltepunkt mit Bushaltestellencharakter dahingemurkst.
Was hier fehlt sind Visionen!

19.07.2010
09:55
Der Umbau hat begonnen
von colt seavers | #9

Die einzige, erliche Chance die man der Finnentroper Tallage noch geben kann, sind 6 amerikanische Bulldozer die sich nebeneinander ihren Weg durch das Gelände bahnen.

19.07.2010
08:23
Der Umbau hat begonnen
von Es lebe die Finnentroper Luftbrücke | #8

Geben sie der Tallage etwas Zeit.....
Seit 40 Jahren hat die Politik die Zeit gehabt, den Bereich städtebaulich weiter zu entwickeln. Was ist daraus geworden? Die Implantierung einer Discounter-Halle mit angeschlossenem Hochbunker die beide vor Scham erröten!
Andere Städte haben sich ihrer Problemzonen mit Konzepten angenommen, hier riecht es doch eher nach (fremdfinanzierter) Notlösung ohne eigenes ernsthaftes Interesse. Hier wurde die eine Häßlichkeit durch die nächste ersetzt.

Dis positive Entwicklung einer einzigen Pizzeria als Aufbruch für ein ganzes Areal zu werten scheint mir jedenfalls etwas weltfremd.
Ohne vernünftiges Gesamtkonzept wird auch die Pizzeria den Stadtteil nicht zu neuem Leben erwecken.

Das der BÜ noch nicht weg ist, liegt ja wohl eher an dem Schwenk hier vor Ort. Das Stichwort heißt Geistesblitz!

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