Der Bürgermeister und das Tanzmariechen

Das legendäre Tanzpaar der KG: Major Christian Pospischil und Mariechen Philipp(a) Gibson.
Das legendäre Tanzpaar der KG: Major Christian Pospischil und Mariechen Philipp(a) Gibson.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
„Da wir aus Nordkorea so viel Lob für unsere Bombenstimmung bekommen haben, war das Motto unser diesjährigen 15. Prunksitzung schnell gefunden“, so Sebastian Ninse, Präsident der KG „Isch kann`s“, am Freitagabend in der Ennester Schützenhalle: „Wir starten Raketen bei uns im Programm, dass Kim Jong Un nur staunen kann!“

Attendorn.. Und damit war wieder einmal klar, auch diese Sitzung wird wieder frech, politisch unkorrekt und einfach nur famos. Was anderes hatten die bunt verkleideten Jecken auch nicht erwartet. Doch zunächst gab es auf dem stillen Örtchen den Snack des Abends unter der Rubrik „ Dicke Wurst von Metten – auf den Toiletten“. El-Präsidente Sebastian Ninse meinte: „Da all die Jahre kein Bürgermeister zu uns gekommen ist, haben wir uns überlegt, dann stellen wir doch mal einen und Freunde, das hat geklappt“.

Als anschließend der amtierende Bürgermeister von Attendorn, Christian Pospischil, als Mitglied des Elferrrates zusammen mit den Garden aus Ennest auf die Bühne marschierte, da tobte die Halle und die erste Gedenkrakete für Kim Jong Un konnte getrost gezündet werden. Der Attendorner Bürgermeister ist seit Jahren ein festes Mitglied der Truppe und ließ es sich nach der Prinzenproklamation auch nicht nehmen, wieder zusammen mit dem Mariechen der KG „Isch kann`s“, PhiliPräpp(a) Gibson, einen Gardetanz der ganz besonderen Art auf der Bühne zu kreieren. Bei der Zugabe zeigte sich das legendäre Tanzpaar auch gleich noch im neuen Bühnenoutfit.

Gartenkralle und Gummihuhn

Natürlich durfte auch zum Programmstart die Gedenkminute für alle Opfer des Alkohols nicht fehlen. Darunter auch der frisch gebackene Vater, der sowohl vor Freude über die Geburt des Nachwuchses den falschen Namen seines Kindes als auch ein falsches Babyfoto an alle Freunde schickte. Doch dann kam der große Augenblick der Prinzenproklamation. Quer über die Tische zog die neue Tollität Prinz Daniel Jleilati auf die Bühne. Der Ex-Kommandant der Roten Funken aus Attendorn war vor einigen Jahren zusammen mit dem damaligen Kattfiller Präsidenten Otto Höffer Teil einer Satirenummer im Programm. „Jetzt haben wir ihn live“, freute sich der Elferrat. Aber auch der neue Prinz, der mit seinen 34 Lenzen normalerweise in der Metallverarbeitung sein Geld verdient, nahm die Insignien der Macht, die rostfreie Gartenkralle und das Gummihuhn, sichtlich gerührt entgegen. „In Attendorn hatte ich keine Chance mehr, Prinz zu werden. Nur hier konnte ich noch meinen Traum verwirklichen.“ Danach gab es Lokalkolorit, Klamauk und Satire vom Feinsten. Sei es bei der Kofferversteigerung mit dem vergessenen Gepäck von Ex-Bürgermeister Alfons Stumpf, dem Musikzug Ennest oder von Sebastian Edathy, natürlich mit pikantem Inhalt oder bei der Vorstellung der fünf beliebtesten Bibelstellen, natürlich mit der unbefleckten Empfängnis. Eine besondere Huldigung gab es für Christian Popischil und als Gegenstück zum Auftritt der Prinzengarde der Kolpingsfamilie Olpe zeigte die Caritas-Garde, auch mit Rollator und Rolli kann man auf der Bühne richtig fetzen. Und erst weit nach Mitternacht, nach unzähligen Hopfengetränken und Schabau, ertönte es durch die Halle „Hömma, is Schluss.“