Der Bürgermeister droht

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Bürgermeister Christian Pospischil droht jedem, der behauptet oder den Eindruck erweckt, die Stadt habe dazu angeregt oder sogar den Auftrag erteilt, im Bereich Eckenbach/Fernholte durch Gülle Gewässer und Tierarten zu zerstören, mit juristischen Schritten.

Attendorn..  Bürgermeister Christian Pospischil droht jedem, der behauptet oder den Eindruck erweckt, die Stadt habe dazu angeregt oder sogar den Auftrag erteilt, im Bereich Eckenbach/Fernholte durch Gülle Gewässer und Tierarten zu zerstören, mit juristischen Schritten.

Wie berichtet, hatte der Verein Eckenbachtal den Verdacht geäußert, die Stadt habe nach dem Baustopp für das geplante Industriegebiet das Gelände an einen Landwirt verpachtet und einer gezielten Übedüngung, zumindest nicht im Wege gestanden.

Logische Übergangslösung

In einer Stellungnahme schreibt Pospischil: Derzeit ist es aus rechtlichen Gründen nicht möglich, die Baumaßnahme im Industriegebiet weiter zu führen, um die dringend notwendige Ansiedlung von Industriebetrieben zu gewährleisten.

Es musste daher für den Übergangszeitraum, bis weitere Erschließungsmaßnahmen des Gebietes erfolgen können, eine zulässige Nutzung gefunden werden, um kein Brachland entstehen zu lassen. Die Wiederaufnahme der bisherigen landwirtschaftlichen Tätigkeit war eine logische und sinnvolle Übergangslösung. Eine rechtlich einwandfreie Bearbeitung der Flächen war selbstverständlich Gegenstand der Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Pächter.

Bevor der Landwirt die landwirtschaftliche Tätigkeit aufnahm, hat er aufgrund der ihm erklärten Brisanz der Maßnahme mit einem Fachberater Kontakt aufgenommen, um die Aufbringung von Gülle, rechtlich einwandfrei durchzuführen.

Nach Aufbringung der Gülle hat die zuständige Fachbehörde die Arbeiten begutachtet und ein einwandfreies Aufbringen bestätigt:

„In aller Schärfe weise ich die latente Unterstellung zurück, die Hansestadt Attendorn hätte mit der Verpachtung der Flächen an einen Landwirt eine strafbare Handlung durch die Ausbringung von Gülle zur Zerstörung der Gewässer und ihrer Tierarten angeregt oder sogar beauftragt.“

Sollte weiterhin der Eindruck erweckt werden, so Pospischil weiter, „dass die Hansestadt Attendorn die Verpachtung der Flächen und durch die Vorgabe zur Nutzung der Flächen eine strafbare Handlung zum Zerstören der Gewässer und Tierarten angeregt oder sogar beauftragt hat, behalte ich mir rechtliche Schritte gegen denjenigen vor, der derartige falsche Behauptungen äußert.“

Zur Klarstellung wolle er auf folgende Falschaussagen hinweisen:

Seitens der Hansestadt Attendorn sei das in Rede stehende Gewässer umfangreich begutachtet und beplant gewesen. Trotz mehrerer Behördentermine und Beteiligungsverfahren sei die Eigenschaft als sog. 62er-Biotop bis Anfang des Jahres 2015 nicht aktenkundig. Bei drei früheren Kartierdurchgängen des zuständigen Landesamtes seinen dieser Quelle und dem angrenzenden Gewässer keine Biotopeigenschaft gem. § 62 LG NRW zuerkannt worden.

Dunkers Quellschnecke

Die „Dunkers Quellschnecke“ ist nach Aussage von Christian Pospischil nicht extrem selten anzutreffen. Sie werde in der Roten Liste 2009 in Fortschreibung der Roten Liste 1999 als ungefährdet aufgeführt und in NRW als mäßig häufig auftretend beschrieben. Die Hanse-stadt Attendorn habe von Anfang an mehrere Maßnahmen geplant, um mit der „Dunkers Quellschnecke“ verantwortlich umzugehen.

Attendorn werde sich weiterhin zielstrebig für die Umsetzung des Industriegebietes Fernholte einsetzen und somit auch für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Dabei werde die Stadt wie bisher mit den Umweltbelangen sorgfältig, verantwortungsbewusst und entsprechend den rechtlichen Anforderungen umgehen.