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Den zentralen Platz mit Leben füllen

08.02.2012 | 15:40 Uhr
Den zentralen Platz mit Leben füllen
Das Attendorner Wohnquartier Schwalbenohl ist in die Jahre gekommen und soll für seine bewohner attraktiver gestaltet werden.

Attendorn.   Ideen für „Neue Mitte Schwalbenohl“ mit Stadt und Wohnungsgenossenschaft erörtert.

In der Sitzung des Arbeitskreises Schwalbenohl vom 15. November war man sich einig, dass das von Studenten aus Siegen, Köln , Dortmund und Bochum entwickelte Projekt „Neue Mitte Schwalbenohl“ für die zukünftige Entwicklung des Ortsteils das wichtigste sei. Da dessen Realisierung nur in Zusammenarbeit mit der Stadt Attendorn und der Wohnungsgenossenschaft für den Kreis zu erreichen ist, wurden zur jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Bürgermeister Wolfgang Hilleke und der Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft, Folker Naumann, eingeladen.

Bürgermeister Hilleke begrüßt die Grundaussagen des Konzepts der Studentengruppe. Er will die Projekte im Schwalbenohl unterstützen und begleiten: „Die Stadt ist mit im Boot.“ Die Hauptarbeit aber müsse der Arbeitskreis leisten. Beigeordneter Carsten Graumann sieht neben dem Aspekt der baulichen Gestaltung vor allem die Notwendigkeit für Eigeninitiative im Schwalben-ohl. Für ihn geht es dabei vor allem darum, das Gestaltete, wie etwa den zentralen Platz, „mit Leben zu füllen“.

Für Folker Naumann ergaben sich bei manchen Planvorstellungen, etwa bei neuen Wegeverbindungen in der Kernzone, Probleme, da sie Privatgrundstücke, insbesondere der Wohnungsgenossenschaft, berühren. Einer Realisierung des vom Arbeitskreis angesprochenen Projekts „Betreutes Wohnen“ räumte er keine Chancen ein.

„Barrierearm“

Im Kreis Olpe bestehe laut Bedarfsplan keine Notwendigkeit zur Schaffung solcher Wohnungen und so gebe es auch keine öffentlichen Mittel für ein derartiges Projekt. Die Wohnungsgenossenschaft baue jedoch schon seit längerem in ihren Mietshäusern Erdgeschosswohnungen zu „barrierearmen“ Wohnungen um. Zudem sieht Naumann Chancen für das gemeinsame Wohnen mehrerer älterer Menschen in einer gemeinsamen großen Wohnung mit Unterstützung im Haushalt, in der jeder Mieter seinen eigenen privaten Bereich behält.

Bürgermeister Hilleke war der Meinung, dass im Zusammenwirken von Stadt und Wohnungsgenossenschaft die Gestaltung eines zentralen Platzes verwirklicht werden könne. Es sei allerdings nicht sinnvoll, nur einen Platz anzulegen. Im Erdgeschoss des angrenzenden Gebäudes sollten neben der angesprochenen Umnutzung auch andere Nutzungen möglich sein, etwa kleine Geschäfte.

Frequenzbringer

Laut Carsten Graumann müssten solche Einrichtungen nicht als Konkurrenz zu vorhandenen Läden gesehen werden, sondern könnten Frequenzbringer sein, was den anderen, auch der Apotheke, zu Gute kommen könnte.

Folker Naumann zeigte sich diesen Vorschlägen gegenüber offen. Er sah keine Probleme darin, die Erdgeschosswohnungen „leer zu ziehen“ und eine Umnutzung einschließlich der nötigen Umbaumaßnahmen durchzuführen.

Bürgermeister Hilleke war der Meinung, dass ein schrittweises Vorgehen vonnöten sei. Die Stadt werde sich mit der Wohnungsgenossenschaft zusammensetzen, um zu überlegen, wie eine Randnutzung des Platzes aussehen könne. Man werde sich verwaltungsintern mit der Wohnungsgenossenschaft abstimmen und dann wieder auf den Arbeitskreis zukommen.

Ein weiterer Punkt der Besprechungen war die Situation des Einzelhandels im Schwalbenohl. Hier wurde insbesondere die immer schlechter werdende Versorgung der Bevölkerung beklagt. Der Einzelhandel im Schwalbenohl steht in Konkurrenz zu dem in Ennest und in der Innenstadt. Geeignete Verkaufsflächen und Parkplätze stehen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung.

Auf die Frage, was mit den leer stehenden Verkaufsflächen des Gebäudes der Wohnungsgenossenschaft am Kreisverkehr in der Danziger Straße geschehen soll, antwortete Geschäftsführer Naumann, er sei für jede Nutzung offen. Allerdings finde sich derzeit kein Interessent, obwohl der Mietpreis für das Objekt erheblich gesenkt worden sei.

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