Dauerparker müssen tiefer in die Tasche greifen

Olpe..  Weil es „nicht gut ist für die Stadt“ sprach sich SPD-Fraktionschef Volker Reichel gegen die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung aus. Doch die SPD blieb mit ihre Ablehnung gestern im Bauausschuss allein. Am kommenden Montag wird sich der Hauptausschuss mit der Frage beschäftigen, ob die Dauerparkplätze in Olpe (u.a. Sibo-Gelände) pro Tag zwei Euro Parkgebühr kosten sollen (für den halben Tag einen Euro). Wer möchte, kann einen Parkplatz auch für 30 Euro im Monat anmieten. 60 Anfragen - auch von Firmen - gibt es bereits. Entschieden wurde auch über einen Antrag von Martin Moseler (FDP). Er forderte, Dauerparkern, die bereits gezahlt haben, nach 16 Uhr das Parken auf anderen gebührenpflichtigen Parkplätzen in der Stadt kostenlos zu ermöglichen. Dem stimmte der Ausschuss zu.

Peter Weber (CDU) verteidigte die Parkgebühren. Schließlich müssten 72 000 Euro Pacht jährlich aufgebracht werden. Die müsse man umlegen. Da half es nichts, dass Wolfgang Wigger (SPD) befürchtete, man werde zum „Totengräber des Olper Einzelhandels.“ Schließlich, so meinte er, gebe es seit Einführung der Parkgebühren deutlich mehr Leerstände.