Das beste Pferd im Stall heißt HLF 20

Im Beisein der Standartenträger Kevin Wienzek, Tim Neuhäuser und Julian Rademacher (v.l) überreichte Bürgermeister Heß (2.v.re) im Beisein von Löschgruppenführer Andreas Bockheim (re) an den Fahrzeugfrüher Philip Simon (3.v.re) den Schlüssel für den neuen HLF 20.
Im Beisein der Standartenträger Kevin Wienzek, Tim Neuhäuser und Julian Rademacher (v.l) überreichte Bürgermeister Heß (2.v.re) im Beisein von Löschgruppenführer Andreas Bockheim (re) an den Fahrzeugfrüher Philip Simon (3.v.re) den Schlüssel für den neuen HLF 20.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ein neuer HLF 20 hat bei der Feuerwehr in Fretter seinen Dienst aufgenommen. Dieses Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) löst damit einen TLF 16/25 aus dem Jahre 1987 ab.

Fretter..  Ein neuer HLF 20 hat bei der Feuerwehr in Fretter seinen Dienst aufgenommen. Dieses Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) löst damit einen TLF 16/25 aus dem Jahre 1987 ab. „Dieses Fahrzeug ist jetzt unser wichtigstes Pferd im Stall“, so Löschgruppenführer Andreas Bockheim bei der Einweihung im Feuerwehrgerätehaus Fretter, „Mit diesem Auto rücken wir als erstes bei einem Einsatz aus. Seine Feuertaufe hat es auch schon bestanden.“

Fachbereichsleiter Joachim Blume ging bei seiner Begrüßung auch auf die Notwendigkeit dieses neuen Fahrzeuges ein. „Neben dem Verschleiß am alten Fahrzeug haben sich auch die potenziellen Gefahren bei Industriebetrieben geändert.“

Tagesverfügbarkeit

In diesem Bereich hat der neue HLF 20 einiges vorzuweisen. So ist das Fahrzeug zur Aufnahme einer Gruppe ausgelegt. Das ist besonders bei dem Diskussionsthema der Tagesverfügbarkeit relevant. Hinzu kommen ein 3000 Liter Wassertank und ein 200 Liter Schaummitteltank inklusive Füllanlage. Eine Feuerlöschkreiselpumpe fördert 2000 Liter Wasser pro Minute bei einem Ausgangsdruck von 10 bar. Ein Lichtmast mit 6 LED Scheinwerfern, der pneumatisch ausfahrbar und elektrisch steuerbar ist, macht die Nacht zum Tag. Allrad und 290 PS sind weitere Eckpunkte.

Vier Vollschutzanzüge machen auch einen Einsatz bei Chemikalien möglich. „Erstmalig wurde ein Fahrzeug in der Gemeinde mit einem Schaummitteltank und einer Druckmischanlage angeschafft“, wies Bürgermeister Heß bei der Fahrzeugübergabe auf eine Besonderheit hin „Mit der Anlage ist es möglich, direkt an der Fahrzeugpumpe ein Schaum-Wassergemisch herzustellen. Dadurch entfällt der sonst notwendige Aufbau von Zumischern und Schaummittelkanister, wodurch eine flexiblere und schnellere Brandbekämpfung möglich ist.“

Der Kostenrahmen mit rund 270 000 Euro wurde wie vorgesehen eingehalten.

Sonderwünsche wurden mit rund 2700 Euro durch den Freundeskreis der Löschgruppe Fretter selber finanziert.

Schnell und auch sicher

„Solche Fahrzeuge sollen die Kameraden nicht nur schnell, sondern auch sicher zum Einsatz bringen“, betonte Kreisbrandmeister Christoph Lütticke und Gemeindebrandmeister Achim Stracke wies nochmals ausdrücklich darauf hin,dass man mit diesem Fahrzeug auch einen weiteren Punkt des Gemeindebrandschutzplanes erfülle.