CJD Olpe bezieht alte SIBO-Gebäude

Die ehemaligen SIBO-Firmengebäude werden das neue Zuhause für das Christliche Jugenddorf in Olpe.
Die ehemaligen SIBO-Firmengebäude werden das neue Zuhause für das Christliche Jugenddorf in Olpe.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Christliche Jugend-Dorf gibt drei Standorte auf und zieht auf das ehemalige SIBO-Gelände, das der Stadt Olpe (Wifög) gehört.

Olpe..  Wenn zwei Geschäftspartner nach Abschluss eines Vertrages beide profitieren und naturgemäß hochzufrieden sind, spricht man zu Neudeutsch von einer „Win-Win-Situation“. Über genau eine solche Situation können sich das Christliche Jugenddorf und die Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Olpe (Wifög) in Olpe jetzt freuen. „Das ist für uns wie ein Geschenk, das vom Himmel gefallen ist,“ sagt auf der einen Seite Michael Weißenfels, Leiter des Christlichen Jugenddorfes in Olpe, „besser konnte es für uns gar nicht laufen“, kommentiert Torsten Kaufmann, Geschäftsführer der Wifög.

Stadt kaufte Gelände Ende 2013

Gemeint ist der unterschriftsreif vorliegende Mietvertrag, mit dem das CJD ehemalige SIBO-Gebäude zwischen Westumgehung und Schwimmbad anmieten wird.

Damit kann die Stadt Olpe, bzw. ihre Wifög, das Gelände, das sie Ende 2013 (Ratsbeschluss 25. September) für geschätzte 3,8 Mio. Euro gekauft hatte (wir berichteten), zu einem großen Teil bereits wieder gewinnbringend an „den Mann“ bringen.

„Das gesamte Grundstück, das vom CJD angemietet wird, ist etwa 2 700 qm groß, die drei Gebäude verfügen insgesamt über etwa 1 200 qm“, klärt Kaufmann auf Anfrage unserer Zeitung auf. Vor allem, dass die Wifög nicht mit drei unterschiedlichen Interessenten verhandeln, keine drei Mietverträge aushandeln muss und es langfristig mit nur einem Mieter zu tun habe, so Kaufmann, „reduziert den Verwaltungsaufwand erheblich.“

Mietausgaben reduziert

Und CJD-Chef Weißenfels freut sich, die Chance beim Schopfe packen zu können: „Wir können mehrere Ausbildungs-Standorte in einem zusammenführen.“ Kein Geheimnis macht er auch daraus, dass man die Mietausgaben reduzieren könne.

Verlassen wird das CJD sein Objekt in der Finkenstraße - direkt neben dem städtischen Hugo-Ruegenberg-Parkplatz (neben Lidl). Auch von der Olper Hütte führt der Weg Richtung SIBO-Gelände. In der „Olper Hütte“ ist momentan der Garten- und Landschaftsbau stationiert.

Umzugs-Standort Nummer 3 liegt „In der Trift“. Dort wird das „Malteser“-Haus neben dem OBI aufgegeben, das vom CJD als Verpflegungs-Station genutzt wurde. Die übrigen CJD-Standorte in der Trift bleiben, wo sie sind.

Die Jugenddörfler verlassen die drei Standorte ohne Gram - entweder waren die Immobilien ohnehin zu teuer oder vom Zuschnitt und der Bausubstanz wenig optimal. Hinzu kommt, dass das neue Zuhause optimal in der Nähe des Bahnhaltepunktes liegt. Grundsätzlich sei der Umzug, so Michael Weißenfels, auch ein Zeichen für eine in die Zukunft gerichtete Strategie des CJD in Olpe: Auf dem SIBO-Gelände mietet das CJD drei Gebäude: einmal den sogenannten Tonnendach-,Schlauch’ (früheres Büro), dann das Fachwerk-Haus (ehem. Ausstellungsfläche) und das Garagen- und Lagerhaus.

Fast 13 000 qm Messegelände

Damit ist die Nutzung des ehemaligen Firmengeländes für die mittelfristige Zukunft wohl weitgehend festgeklopft: Neben den rund 2 700 Quadratmetern fürs CJD sollen bekanntlich rund 7 100 Quadratmeter als bewirtschaftete Parkfläche Geld in die Stadtkasse bringen, während rund 12 800 Quadratmeter, die noch von alten Produktions- und Lagerhallen befreit werden, für große repräsentative Veranstaltungen Platz bieten (SÜBAU etc.).