Chöre versprechen meisterliche Klänge

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Kreis Olpe/Altenhundem..  Wer auch nur einen Funken für meisterlichen Chorgesang übrig hat, muss sich das kommende Wochenende im Kalender ganz dick anstreichen: Nicht weniger als 47 Chöre, neun davon aus dem Kreis Olpe, treten dann beim Meisterchorsingen des Chorverbandes NRW an, das der Sängerkreis Bigge-Lenne in der Altenhundemer Sauerlandhalle ausrichtet. „Ich würde mich freuen, wenn die Besucherzahl ähnlich herausragend wie vor vier Jahren in Olpe werden würde“, hofft Jürgen Kötting, Urgestein des Sängerkreises, den er seit 2004 anführt.

Nach 25 Jahren ist Schluss

Für Kötting wäre eine gelungene Veranstaltung auch eine erfreuliche „Abschieds-Gala“, denn der Rahrbacher hat bereits seit langem erklärt, dass im nächsten Jahr an der Spitze des Sängerkreises Schluss sein werde: „Ich gehöre dem Vorstand ja schon seit 1991 als stellv. Vorsitzender an, das wären dann zusammen immerhin 25 Jahre."

Ein wenig stolz kann der unermüdliche Streiter für guten Chorgesang schon auf das sein, was sich im Kreis Olpe gesanglich getan hat. Auch, wenn sich Kötting immer wieder kritisch hinterfragt: „Die Situation ist gut. Wir sind mittlerweile der größte Sängerkreis im Chorverband NRW.“ Aber: „Bei einigen Männerchören klemmt es, da hat man wohl jahrelang geschlafen, zu spät umgeschaltet auf moderne Chorliteratur.“ Viele Vereine drücke auch finanziell der Schuh, weil sie kaum noch die zum Teil stattlichen Gehälter der Chorleiter bezahlen könnten.“ Grundsätzlich, so Kötting, sei der Chorgesang im Kreis aber gut aufgestellt. Und er macht gar kein Geheimnis aus seiner Hoffnung, dass man das am Wochenende auch merke. Einen ganz speziellen Grund zur Freude schon vor dem Meisterchor-Singen lieferte ihm der Kemper-Werkschor aus Olpe, nicht nur wegen dessen Erfolges beim Wettbewerb „Singen macht glücklich“. Kötting: Die sind bei uns in den Sängerkreis eingetreten. Damit haben wir aktuell 113 Chöre. Und rund 4 000 Aktive.“

Dass derzeit im Kreis in der Qualität ein leichtes Leistungsgefälle mit dem Schwerpunkt Attendorn, Olpe, Wenden, Drolshagen zu verspüren sei, mache sich auch am Wochenende bemerkbar: Kein Chor aus dem bereich Lennestadt, Kirchhundem, trete an.

„Sauerlandia“ macht den Anfang

Den Anfang macht am Samstag der MGV Sauerlandia Attendorn unter der Leitung von Christoph Ohm um 10 Uhr, kurz darauf folgt der Chor „Cantare“ aus Drolshagen-Iseringhausen (10.30 Uhr). Den Schlusspunkt aus Sicht des Kreises Olpe setzt am Sonntag der MGV Schönau-Altenwenden (Dirigent: Hubertus Schönauer). Ihre ausgesuchten Werle tragen die 47 Chöre aus ganz NRW vor einer fünfköpfigen Jury vor - unter Vorsitz von Willi Kastenholz.

Mit dabei auch Uni-Musikdirektorin Ute Debus und Komponist und Verleger Gerhard Rabe. Organisationsleiter ist Hermann Otto (Chorverband NRW).

Die Vorträge beginnen an beiden Tagen um 10 Uhr und enden am Samstag um 20.15 Uhr mit der Ergebnis-Bekanntgabe. Am Sonntag erhalten die Chöre bereits um 19 Uhr ihr Ergebnis.