„Bunte“ Mehrheit für die Gemeinschaftsschule
15.12.2010 | 13:00 Uhr 2010-12-15T13:00:00+0100
Finnentrop.Die Gemeinde Finnentrop ist der Teilnahme am Modellvorhaben Gemeinschaftsschule einen Schritt näher gekommen.
Der Gemeinderat beschloss am Dienstag mit 18 Ja- und 12 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung, am Mittwoch bei der Bezirksregierung in Arnsberg einen entsprechenden Antrag zu stellen.
Der Abstimmung gingen ein 40-minütiger Vortrag von Bürgermeister Heß sowie eine mehr als einstündige Debatte voraus, in der Befürworter und Gegner noch einmal ihre Positionen darlegten. Eine neue Variante brachte der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Herbert J. Weber, ins Spiel. Mit Blick auf den Zeitdruck, unter dem diese wichtige Entscheidung, die die Fraktionen spalte, fallen müsse regte er an, Freudenberg zu folgen.
Dort sei man von der Bezirksregierung darauf hingewiesen worden, dass es zum Schuljahr 2012/13 sehr wahrscheinlich zu einer „zweiten Genehmigungsrunde“ kommen werde, zu der man aber möglichst bereits jetzt eine „begründete Interessenbekundung“ abgeben solle.
Bürgermeiste Heß warnte vor solch einer Vorgehensweise, da man jetzt „fast zu 100 Prozent“ die Chance zur Teilnahme an dem Modellvorhaben habe. „Rund 100“ weitere Kommunen hätten ebenfalls ihr Interesse bekundet und man wisse nicht, wie viele sich für 2012/13 bewerben würden. Dann könne es sein, „dass wir als Bettvorleger landen, wo wir doch als Tiger gestartet sind“, gab er, auch mit Blick auf die Ganztagshauptschule, wo man 1 Mio. Euro eingebüßt habe, zu bedenken.
Während er nochmals für die „große Chance für die Gemeinde und die Kinder“ warb und dabei von den pensionierten Pädagogen Günter Schneider (CDU) und Bernd Dahlmann (SPD) unterstützt wurde, bekannte sich CDU-Fraktionschef Ralf Helmig als „Fan des mehrgliedrigen Schulsystems“, weil seiner Meinung nach Kinder in homogenen Lerngruppen besser gefördert würden als in heterogenen. Er sehe jetzt keinen Handlungsbedarf. Sollte sich die Notwendigkeit zu Veränderungen ergeben könne man immer noch auf Neues, wenn es sich bewährt habe, zurück greifen. Bernadette Gastreich (CDU) verwies auf die negativen Voten der Schulkonferenzen, die man beachten müsse, was eine Mehrheit quer durch alle Fraktionen aber letztendlich nicht tat.
13:06
Die ganze Vorgehensweise ist für mich unvorstellbar. Ich kann die Eltern nur dazu aufrufen, ihre Kinder an einer anderen Schule anzumelden. Nur so kann die Gemeinschaftsschule in Finnentrop noch vermieden werden. Oder wollen die Eltern ernsthaft ganztägig bestrahlte Versuchskaninchen aus ihren Kindern machen?
10:19
Auch ein ehemaliges Mitglied im Gemeinderat (CDU) hat sich kritisch zur Gemeinschaftsschule geäußert und musste ebenfalls in Arnsberg antreten. Das geschieht wenn man mit den Kommunisten in Düsseldorf zusammen arbeitet.
23:01
Und dann der Maulkorb der grünen Schulministerin. Das passt ins ideologische Konzept. Wenn die Gemeinschaftsschule das Steckenpferd von Frau Löhrmann ist, dann sitzen da knallharte , ideologische Konzepte dahinter, bei denen die Schüler UND die Lehrer gleichermaßen auf die ideologische Schiene vergattert werden sollen. Gut das meine Kinder bereits dem Schulalter entwachsen sind. Leute , das bisherige Schulsystem aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium ist ideologisch schwerer zu unterwandern. Deswegen lasst euch die Gesamtschule weder aufschwatzen, noch aufzwingen. Die Kinder werden es danken. Denn was soll eine ideologische, einseitige Schulbildung den späteren Erwachsenen im Leben bringen? Nur unfähigen Gehorsam und Fahnentreue zur linken Politik. Wir aber benötigen kritisch blickende Menschen, die auch mal hinterfragen , statt blind zu gehorchen. Hut ab vor den Lehrern, die einen allzu blinden Gehorsam gegenüber dem Dienstherrn ablehnen. Denn diese haben im dreigeteilten Schulsystem gelernt, auch kritisch zu hinterfragen, statt blind zu gehorchen. Zudem ist Frau Löhrmann bestimmt nicht lang genug im Amt, um diese Schulform auf Dauer durchsetzen zu können. Zum experimentieren sollten die Kinder wirklich zu schade sein....auch in Finnentrop.
23:06
warten wir mal die anmeldezahlen ab
20:10
Finnentrop hat also eine Gemeinschaftsschule, mit einem unfertigen pädagogischen Konzept, abgelehnt mit großer Mehrheit von den Schulkonferenzen, der Mehrheit der Eltern, die wohl auch das Konzept nicht kennen, kritisiert von den Nachbarkommunen - irgendwie komisch das alles - tja, eben Alltag in Finnentrop.
18:06
reg dich doch nicht auf kreuzritterchen, gibt doch bald neuwahlen
danach heißt die gemeinschaftsschule verbundschule und die von dir favorisierte fdp trägt die sache mit
11:28
#3 von Finnentroperin
Richtig, Heß hat seinen Kopf durchgesetzt. Nur wer ermöglicht ihm dies? Genau, der rot-rot-grüne Zentralrat in Düsseldorf.
Man weiss wirklich bald nicht mehr, wen man wählen soll.
07:23
das alte Schulsystem ist schon lange tot . Nur einige wollen das nicht wahr haben. Das war eine bestmögliche Entscheidung, des Rates
07:16
Unvorstellbar! Nur um sich weiter zu profilieren, hat Herr Heß wieder seinen Kopf durchgesetzt. Die Kinder scheinen ihm völlig egal zu sein. Man stelle sich die Kinder vor, die bislang erstmalig auf der Hauptschule eine Chance bekommen haben. Sie hatten Erfolgserlebnisse, wurden unterstützt und hatten eine Perspektive. Vorbei! Sie werden wieder in einen Topf geworfen mit Schülern, die ihnen bereits in den vergangenen 4 Jahren überlegen waren. Bleibt zu hoffen, dass nicht zu viele von ihnen auf der Strecke bleiben, nur weil der BM mal weider seiner Profilneurose nachkommen musste!
20:50
Toll, jetzt rennt BM Hess schon der roten-grünen Regierung hinterher. Die kommunale SPD stimmt natürlich für diesen Mist Gemeinschaftsschule und die CDU schließt sich in Teilen an. Eure Entscheidung dauerte 1 Stunde, die Konsequenzen für die zuküftigen Schulkinder dauern Generationen. Eine gutes Schulsystem wird durch zerstört. SCHÄMT EUCH !!!