Bürgermeister Müller ist echter Feuerwehr-Fan

Wehrführer Christian Hengstebeck (l.), sein Stellvertreter Dirk Meiworm (r.), Bürgermeister Horst Müller (2v.r.) und Kreisbrandmeister Christoph Lütticke (3.v.r.) gratulierten den engagierten Wehrmännern zu ihren Feuerwehr-Ehrenzeichen.
Wehrführer Christian Hengstebeck (l.), sein Stellvertreter Dirk Meiworm (r.), Bürgermeister Horst Müller (2v.r.) und Kreisbrandmeister Christoph Lütticke (3.v.r.) gratulierten den engagierten Wehrmännern zu ihren Feuerwehr-Ehrenzeichen.
Foto: WP

Olpe..  Mit lobenden und dankenden Worten blickte Bürgermeister Horst Müller am Freitag in seiner letzten Rede auf einer Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr Olpe auf 18 „gemeinsame“ Jahre mit der Wehr zurück.

„Das wahre Bild, das wahre Engagement, die Risiken, aber auch die Kameradschaft unserer Wehr waren mir weitgehend fremd. Mir wurde klar, dass Feuerwehrfrau/mann nicht heißt mit roten Auto’chen zu hantieren um mit viel Getöse von A nach B zufahren. Mir wurde immer deutlicher, dass Freiwillige Feuerwehr heißt, immer auf dem Sprung zu sein, in jedem Augenblick Einsatzbereitschaft zu haben, um zu helfen. Es war ein Lernprozess“, so Bürgermeister Horst Müller, der hervor hob, dass sich dieses schwere Ehrenamt deutlich von anderen unterscheidet. Die Wehren seien auch ein Beweis, für die Richtigkeit der Überzeugung, dass der Staat nicht alle Lebensbereiche reglementieren darf. „In seinem Rückblick ging das Stadtoberhaupt auf das schwere Unglück im Ihnetal, auf den Sturm Kyrill und kommunenübergreifende Einsätze ein. „Der schwere Sturm und die damalige Nacht im neu gebauten Feuerwehrhaus haben mich und mein Verhältnis zu unserer Wehr geprägt. Mir ist einmal mehr deutlich geworden, wozu ihr, liebe Feuerwehrkameraden in der Lage seid. Nach 18 Jahren gehören natürlich auch so Kleinigkeiten wie die Errichtung dieses Hauses und der Bau des Feuerwehrgerätehauses Oberveischede dazu. Am heutigen Tag ist es mir ein Bedürfnis Erinnerung als Dank zu definieren“, so Bürgermeister Müller, der die Gründung der Jugendfeuerwehr im Jahr 1964 als großen Schritt hervor hob, der zeige, dass in Olpe alles getan wurde dem Trend rückläufiger Zahlen Aktiver entgegen zu wirken.

Stolz zeigte sich das Stadtoberhaupt auch im Namen der ganzen Stadt auf den Musikzug und seine Leistungen, sowie die Wettkampfgruppe als Bindeglied und Motivationsfaktor. Die Blauröcke bedankten sich mit stehenden Ovationen.

Für 25-jährige Zugehörigkeit ehrte Bürgermeister Müller Sebastian Stachelscheid, Holger Christ, Christian Stahl und Manuel Liehr mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber, sowie Thomas Hengstebeck, Georg Hengstebeck, Heiner Junge und Wolfgang Wigger für 35-jährige Zugehörigkeit mit dem Ehrenzeichen in Gold.

20 Prozent mehr Einsätze

Zuvor gab Olpes Wehrführer Christian Hengstebeck Einblicke in das Zahlenwerk. Die 107 Einsätze, davon 29 im Juli bedeuteten eine Steigerung von 20 Prozent zum Vorjahr. Das Einsatzspektrum mache die Vorhaltung einer gut ausgestatteten und ausgebildeten Feuerwehr notwendig. Im Bereich der ABC-Gefahrenabwehr schreite die Spezialisierung weiter voran. Der Messzug Olpe übernimmt in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Hagen die Messleitung für große ABC-Einsätze in einem Teil des Regierungsbezirks. Mit der gemeinsamen, interkommunalen Anschaffung von Sonderausrüstungen wurden Einsparpotenziale umgesetzt. Weitere Aktivitäten: Brandschutzerziehung, Schnuppernachmittage, Teilnahme an Lehrgängen, Beerdigungen, Martinszüge und vieles mehr. Ein Dank des Wehrführers galt allen insgesamt 334 Mitgliedern. Stadtjugendfeuerwehrwart Markus Schneider sagte, dass in 2014 zehn Jugendliche aufgenommen und zwei in die Wehr übernommen wurden, so dass der Jugendfeuerwehr 31 Jugendliche, davon acht Mädchen angehören.

Kreisbrandmeister Christoph Lütticke sagte, dass die Feuerwehren immer mehr im Spannungsfeld zwischen Anforderungen und Realität stehen, was hohe Belastungen für jeden mit sich bringe. Lütticke legte den Anwesenden das Projekt „Feuerwehrehrensache ans Herz, welches das Ehrenamt stärken soll.