Bürgermeister Heß möchte Gemeinschaftsgefühl stärken

Der Finnentroper Bürgermeister Dietmar Heß äußert sich zum Jahreswechsel.
Der Finnentroper Bürgermeister Dietmar Heß äußert sich zum Jahreswechsel.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
In einem Interview zum Jahreswechsel spricht Bürgermeister Heß über Erreichtes, Zukünftiges und wünscht sich mehr Gemeinschaftsgefühl.

Finnentrop..  Anlässlich des Jahreswechsels stellte die Redaktion dem Finnentroper Bürgermeister Dietmar Heß einige Fragen, in denen er um ein kurzes Fazit des ablaufenden Jahres sowie eine Einschätzung des neuen Jahres 2015 gebeten wurde. Hier seine Antworten.

Wie beurteilen Sie das Jahr 2014 für ihre Kommune?

Dietmar Heß: Spannend, ereignisreich und erfolgreich.

Was war 2014 besonders positiv?

Der Erhalt der Arbeitsplätze der ehemaligen Firma Mauro, jetzt Firma Kauth, sowie der Firma Faurecia in Bamenohl. Dazu die erfreuliche Entwicklung im Industriepark Wiethfeld, damit werden Arbeitsplätze geschaffen und/oder dauerhaft gesichert. Natürlich die Freigabe der L 539 neu und damit die Beseitigung des Bahnübergangs für Fahrzeuge. Erfreulich die Fortschritte im Lennepark, aber auch bei den Planungen zur Vervollständigung des Radwegenetzes.

Eine positive Überraschung war auch das Interesse der Bürgerinnen und Bürger am Aktionstag „LenneLebt!“ und am Gemeindefest „45 Jahre Gemeinde Finnentrop“. Schließlich haben wir die Wasserversorgung in der Gemeinde Finnentrop durch die Aufbereitungsanlage sicherer und durch die Teilentkalkung komfortabler gemacht.

Was empfanden Sie als negativ?

Die weitere finanzielle Auszehrung aller Kommunen durch Belastungen von Bund, Land und Kreis. Die Gemeinde Finnentrop ist zusätzlich von einem - nicht auf den ersten Blick erklärbaren - Rückgang bei der Gewerbesteuer betroffen und nur Dank der langfristig soliden Haushaltspolitik noch handlungsfähig.

Warum wird 2015 für die Gemeinde Finnentrop und ihre Bürger ein gutes Jahr?

Wichtige Projekte in der Gemeinde Finnentrop werden weiter vorankommen. Der Lennepark wird fertiggestellt werden, ebenso die barrierefreie Überführung von der L 539 (neu) zur B 236, auch das Radwegekreuz Bigge-, Lenne- Frettertal wird in wesentlichen Teilen fertiggestellt werden.

Die Bürgerinnen und Bürger bleiben bis auf eine geringfügige Grundsteuererhöhung von Preisanpassungen verschont.

Ein gefestigter Arbeitsmarkt und innovative Unternehmen sorgen auch vor Ort für sichere Arbeitsplätze und hoffentlich genügend Ausbildungsplätze.

Was wünschen Sie sich für sich und Ihre Kommune für 2015?

Eine Fortsetzung des großartigen ehrenamtlichen Einsatzes unzähliger Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde, eine herzliche Willkommenskultur gegenüber den bei uns Schutz und Hilfe suchenden Flüchtlingen und Asylbewerbern und dass – durchaus notwendige – Kritik und Auseinandersetzung mit der Arbeit von Rat und Verwaltung stets konstruktiven Charakter hat.

Wir sitzen alle in einem Boot. Da lohnt es sich zwar über die Richtung zu streiten, in entgegengesetzte Richtungen zu rudern, bringt uns nicht von der Stelle. Es tut uns insgesamt in der Gemeinde Finnentrop gut, das am dritten Augustwochenende 2014 gespürte Gemeinschaftsgefühl weiter zu stärken.

Kandidieren Sie wieder für das Amt des Bürgermeisters?

Ja.