Das aktuelle Wetter Attendorn 23°C
Skywalk

Bruno Droste: Es war zu lange zu ruhig

08.08.2012 | 17:27 Uhr
Bruno Droste: Es war zu lange zu ruhig

Attendorn.   Die Diskussion um die Aussichtsplattform an der SGV Hütte nimmt langsam auch in den Rats-Fraktionen Fahrt auf. Mit dem Ende der Ferien und der Rückkehr der Parlamentarier aus den Urlaubsorten soll es zunächst zu fraktionsinternen Beratungen kommen. Bis dahin sind alle Äußerungen der Ratsmitglieder „persönlich“ und spiegeln nicht die Position der Fraktion wider.

Die Diskussion um die Aussichtsplattform an der SGV Hütte nimmt langsam auch in den Rats-Fraktionen Fahrt auf. Mit dem Ende der Ferien und der Rückkehr der Parlamentarier aus den Urlaubsorten soll es zunächst zu fraktionsinternen Beratungen kommen. Bis dahin sind alle Äußerungen der Ratsmitglieder „persönlich“ und spiegeln nicht die Position der Fraktion wider.

Der SPD spielt in der „Plattform-Diskussion“ der Zufall in die Karten. Schon lange bevor die Diskussion entbrannt ist, hatte man vereinbart, so der Fraktionsvorsitzende Kai-Uwe Gehrke, dass die Fraktionssitzung am 28. August in der SGV-Hütte also unter Beteiligung von SGV-Mitgliedern stattfinden soll. In der Woche vorher will man aber in einer internen Sitzung die eigene Position finden. Gehrke selber macht kein Geheimnis aus seiner Ansicht, dass es sinnvoll sei etwas zu machen. „Möglicherweise“, so Gehrke, „müssen die Rahmenbedingungen geändert werden, wenn der SGV nicht mehr in der Lage ist, das gesteigerte Besucheraufkommen ehrenamtlich in den Griff zu bekommen.“

„Es geht nichts verloren.“

Auch die CDU will sich nach Aussage von Bruno Droste in den nächsten Tagen mit Vertretern des SGV zusammensetzen. Droste selber sieht keinen Anlass, von dem bestehenden Ratsbeschluss abzuweichen: „Wir haben am 14. Dezember abgestimmt, damals waren alle Fakten bekannt.“ Die jetzt teilweise von Unsachlichkeit und Unkenntnis geprägte Diskussion habe ihn überrascht. Die Plattform, gehöre zu dem Paket, das man verabschiedet habe, um See und Region attraktiver zu machen: „Es geht nichts verloren, im Gegenteil, wir gewinnen. Alles, was verloren geht, ist ein ganz kleines bisschen Ruhe, aber das ist so gewollt. Es war zu lange zu ruhig.“

Ähnlich argumentiert Ralf Warias Fraktionsvorsitzender der FDP: „Wir habe die Sache bereits auf den Weg gebracht und ich bin nicht gewillt, jetzt grundsätzlich wieder komplett davon abzurücken. Seit Jahren reden wir davon, dass wir etwas tun müssen, jetzt tun wir etwas, und dann will man es nicht.“ Die Einwände gegen das „Stahlmonster“ sieht Warias durch die jüngsten Bilder entkräftet: „Das sieht doch gar nicht so schlecht aus. Diese Gegensätze zwischen Tradition und Moderne, zwischen Hütte und Plattform sieht man doch anderenorts ebenfalls und das funktioniert. Warum nicht in Attendorn?“

Gunnar Steinbach


Kommentare
09.08.2012
17:14
Bruno Droste: Es war zu lange zu ruhig
von meinemeinungdazu | #1

Mal wieder ohne die Bürger geplant. Wer so ein Objekt als Kunst bezeichnet, der liegt sicher total daneben. Es bleibt Blödsinn in einer Zeit, wo alle vom Sparen reden, denn letztlich sind es Steuergelder. So wird man sicher nicht die Akzeptanz der Bürger finden und dann das Ziel verfehlen, von der Verschandelung der Natur ganz zu schweigen. Man sollte den SGV-Punkt so belassen wie er ist, er ist nämlich wunderschön. Das störrische Gebilde für viel Geld braucht kein Mensch. Es wäre sicher gut, wenn der Rat seine Fehlentscheidung zurücknehmen würde. Dann hätte ich Hochachtung.

Aus dem Ressort
Anzeige statt Dank für Dorfverschönerung
Sondern
Klaus Hütte (72), Hermann Wrede (71) und Karl-Heinz Becker (68) sind Männer der Tat. Und weil sie ihr Dorf lieben, verschönern sie es. Sie mähen, schneiden, streichen und reparieren. Freiwillig, ohne Bezahlung. „Wir erledigen im Grunde Arbeiten der Stadt“, sagt Klaus Hütte. Doch die bedankte sich...
Wetterdienst warnt erneut vor heftigen Gewittern in NRW
Unwetter
Mal heiß, dann wieder nass: Der Sommer bleibt unbeständig. Auch am Dienstag warnen Meteorologen erneut vor Gewitter und Starkregen an Rhein und Ruhr. Für den Raum Aachen gilt am Nachmittag die höchste Warnstufe. Ab Mittwoch ist die Unwettergefahr aber erst einmal gebannt.
Herzensbrecher auf vier Pfoten
Kattfiller
„Bonnie“ ist die schönste Katze Attendorns. Das zumindest meinte die Jury mit Wolfgang Raring vom Lionsclub, Frank Selter, Vizepräsident der Karnevalsgesellschaft „Die Kattfiller“ Attendorn, sowie Christian Dröge in der Gestalt des Kattfilers.
Erlöserkirche wird 100 Jahre alt
Attendorn
Festliches Glockengeläut aus der mit Fahnen und Blumen geschmückten Erlöserkirche ließ die Attendorner Bevölkerung am Montag um 15 Uhr aufhorchen. Was war geschehen? Obwohl für diesen Tag keine offizielle Feier angesagt war, hatte sich das Presbyterium dazu entschlossen, mit diesem Läuten auf die...
1500 Brösel-Fans kesseln für den guten Zweck
Wernerfest
Es war wieder so weit: Das legendäre Fest der Wernerschaft ´85 ging am Wochenende in seine inzwischen 29. Auflage. Unter dem Motto „Kesseln für den guten Zweck. Das gibt’s nur auf dem Wernerfest“ wurde auf dem Hünsborner Sportplatz in bewährter Manier und bei extrem gutem Wetter gefeiert.
Fotos und Videos
Attendorn von oben
Bildgalerie
Aus der Luft
Finnentrop von oben
Bildgalerie
Aus der Luft
Königspolonaise 2014 in Olpe
Bildgalerie
Schützenfest
Burghaus neuer König in Olpe
Bildgalerie
Vogelschießen