Blitzmarathon im Kreis Olpe - Autofahrer nehmen Fuß vom Gas

Polizeioberkommissar Magnus Bredebach misst auf der B 55 kurz vor der Ronnewinkler Talbrücke.
Polizeioberkommissar Magnus Bredebach misst auf der B 55 kurz vor der Ronnewinkler Talbrücke.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Es gibt für Polizeibeamte weitaus unangenehmere Arbeitstage als den „Blitzmarathon-Tag“ 2015. Denn die Autofahrer im Kreis Olpe verhielten sich am Donnerstag auffällig regelkonform.

Kreis Olpe.. „Der Großteil der motorisierten Verkehrsteilnehmer hielt sich bislang an den 18 Messstellen im Kreisgebiet an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. So war das schöne Frühlingswetter mit Sonnenschein das einzige, was die Beamten an den Messstellen zum Schwitzen brachte“, zog Polizeisprecher Stephan Ommer zur Halbzeit des 8. Blitzmarathons im Kreis Olpe eine durchweg positive Bilanz.

Polizeioberkommissar Magnus Bredebach und sein Kollege Kommissar André Meiwes konnten das nur bestätigen. Zwischen 11.30 und 13.30 Uhr kontrollierten sie mit der Laserpistole den Verkehr auf der B 55, der aus Richtung Drolshagen bzw. Autobahn auf die Talbrücke Ronnewinkel zufuhr.

„Normalerweise gibt es hier reihenweise Geschwindigkeitsübertretungen, ich glaube, heute fahren alle besonders vorsichtig“, so Magnus Bredebach. Erst nach einer Dreiviertelstunde winkten die Beamten den ersten „Zuschnellfahrer“ aus dem Verkehr. Ein Opelfahrer aus Leverkusen war mit 83 statt der erlaubten 70 km/h unterwegs - macht 10 Euro für die Landeskasse.

Mit 59 km/h in Tempo-30-Zone

Insgesamt lag das Geschwindigkeitsniveau an den 18 Kontrollstellen, die bis 15 Uhr eingerichtet wurde, äußerst niedrig. Bis auf einen kamen alle Temposünder mit einem Verwarnungsgeld (maximal 20 km/h zu schnell) davon.

Blitzmarathon Halbzeit-Spitzenreiter ist ein Autofahrer, der auf der Kolpingstraße in Olpe in einer Tempo-30-Zone mit 59 km/h „geblitzt“ wurde. Ihn erwartet ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro. Geschwindigkeitsverstöße im Bereich eines Fahrverbots kamen überhaupt nicht vor.

„Damit hat die Polizei zumindest bei Halbzeit ihr Ziel erreicht. Das erklärte Ziel ist nicht, die Verkehrsteilnehmer „abzuzocken“ und ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen, sondern ein Umdenken bei den Fahrern zu erreichen. Denn nach wie vor gilt überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache Nr. 1, und das auch im Kreis Olpe“, so die Polizei.