Bildung ist der Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit

Peter Brüser
Peter Brüser
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Was wir bereits wissen
Fünf Fragen haben wir zum Jahreswechsel auch Wendens Bürgermeister Peter Brüser gestellt.

Wenden..  Fünf Fragen haben wir zum Jahreswechsel auch Wendens Bürgermeister Peter Brüser gestellt.

Frage: Im nächsten Jahr hören Sie nach 22 Jahren als Bürgermeister und davor zwei Jahr als Gemeindedirektor in Wenden auf. Wie ist Ihre Bilanz?

Die Gemeinde Wenden hat eine sehr gute Entwicklung genommen. Die Infrastruktur ist intakt, unsere Ortschaften sind attraktiv und einladend. Die geringen Arbeitslosenzahlen signalisieren nahezu Vollbeschäftigung. Die Einwohnerzahlen sind nach einem sehr starken Anstieg immer noch vergleichsweise stabil. Wenden ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort, die vielen Firmenansiedlungen und Neugründungen belegen dies. Dies alles wurde durch die gute und konstruktive Zusammenarbeit von Rat, Verwaltung und Bürgerschaft erreicht. Unterm Strich möchte ich eine fast uneingeschränkt positive Bilanz ziehen.

Was war beim Blick zurück das schönste und was das unschönste Ereignis?

Bei der Frage nach dem unschönsten Ereignis muss ich nicht lange überlegen.Viele werden sich noch an die schlimme Verleumdungskampagne erinnern, die meine Familie und ich vor etwa 15 Jahren ertragen mussten. Eines der schönsten Ereignisse war daher mein Wahlerfolg bei der Kommunalwahl 2004. Darüber hinaus gibt es sehr viele schöne Ereignisse, an die ich mich sehr gern erinnere, wie die Erweiterung und Modernisierung von Schulen , Sporthallen, Sportplätzen und Feuerwehrgerätehäusern, verschiedene Dorferneuerungsmaßnahmen, die vielen Erfolge im sportlichen und kulturellen Bereich, Vereins- und andere Jubiläen oder die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Frau Rickers.

Was sind die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in den letzten zehn Monaten?

Zwei Tage vor Weihnachten erreichte uns überraschend eine Email der Bezirksregierung, wonach sich diese Behörde gezwungen sieht, aufgrund der unerwartet hohen Flüchtlingszugänge sowie der prognostizierten Zugänge bis zum Jahresende und darüber hinaus, die Zuweisungen an die Kommunen deutlich zu steigern. Außerdem soll der zeitliche Abstand zwischen der entsprechenden Information und dem Transfer in die Gemeinde verkürzt werden.

Dies bedeutet, dass möglicherweise einen Tag nach einer entsprechenden Email die Asylbewerber vor dem Rathaus abgesetzt werden und wie auch immer von der Gemeinde untergebracht und versorgt werden müssen!

Da entsprechende Unterkünfte nicht verfügbar sind und möglicherweise von Dritten auch nicht bereitgestellt werden, sind auch unpopuläre Maßnahmen wie die Unterbringung in öffentlichen Gebäuden nicht ausgeschossen.

Bund und Land nehmen einmal mehr auf unsere Probleme keinerlei Rücksicht!

Die Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern ist die größte Herausforderung, mit der wir uns in den kommenden Monaten auseinandersetzen müssen.

Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Organisationen um Ihre Unterstützung und Verständnis für unsere Entscheidungen!

Weitere Schwerpunkte der Arbeit der kommenden Monate sind die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes, die Schulpolitik in all ihren Facetten und die Windkraft.

Wie sehen Sie die weitere Entwicklung der Gemeinde Wenden?

Ich bin davon überzeugt, dass sich unsere Gemeinde auch in Zukunft sehr gut entwickeln wird. Viele Kennzahlen belegen diese Aussage. Wir sind auch finanziell trotz moderater Steuer- und Gebührensätze noch handlungsfähig, der Kernhaushalt ist schuldenfrei. Dadurch bleiben wir in der Lage, uns aktiv mit künftigen Herausforderungen wie zum Beispiel der Gestaltung des demografischen Wandels auseinanderzusetzen.

Eine Sonderrolle wird auch in Zukunft das Thema Bildung einnehmen. Es ist nicht einfach dahergesagt wenn ich feststelle, dass Bildung die Schlüsselressource für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft bleibt.

Was machen Sie als Pensionär?

Da kann und will ich mich heute noch nicht festlegen. Priorität haben jedenfalls meine Familie und die Aktivitäten, die bislang zu kurz kamen.

Ich werde versuchen, mich auf ein möglichst aktives Pensionärsleben vorzubereiten - Möglichkeiten gibt es viele!