Bilanzsumme steigt auf 1,6 Milliarden Euro

Peter Hundt, Michael Griese, Andreas Ermecke, Peter Kaufmann und Bernd Griese
Peter Hundt, Michael Griese, Andreas Ermecke, Peter Kaufmann und Bernd Griese
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Kundeneinlagen, Fördermittel, Kreditvolumen, Mitgliederwachstum oder Eigenkapitalausstattung: Die Bilanz der Volksbank Bigge-Lenne weist nach eigener Darstellung für das Jahr 2014 in allen Geschäftsbereichen solide Ergebnisse aus.

Attendorn / Kreis Olpe..  Kundeneinlagen, Fördermittel, Kreditvolumen, Mitgliederwachstum oder Eigenkapitalausstattung: Die Bilanz der Volksbank Bigge-Lenne weist nach eigener Darstellung für das Jahr 2014 in allen Geschäftsbereichen solide Ergebnisse aus. „Wir sind in allen Geschäftsbereichen gewachsen und konnten Marktanteile gewinnen“, äußerte sich Vorstandsmitglied Andreas Ermecke zufrieden mit Blick auf die Ertragslage der Bank. „Besonders gilt das bei den Steigerungsraten der Kundeneinlagen und den Krediten.“

Dennoch stellte Vorstandsmitglied Michael Griese beim traditionellen Pressegespräch auf der Burg Schnellenberg in Attendorn im Hinblick auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck im Internet die rhetorische Frage „Wofür gibt es noch Banken?“ „Weil die Region uns braucht und weil wir die Region brauchen“, lautete die Antwort. Ein Beispiel: Die Volksbank Bigge-Lenne wandele kurzfristige Kundeneinlagen in langfristige Kredite um und sorge so für Finanzsicherheit bei den Investitionen der regionalen Industrie. Diese Nähe gebe es im Netz nicht.

„Die Volksbank Bigge-Lenne bildet immer, und das auch mit ihren Online-Aktivitäten, den ganzheitlichen Bedarf des Kunden ab“, hob Ermecke die Vorteile der Genossenschaftsbank hervor.

„Wir finanzieren keine kalten Maschinen, wir finanzieren Einkommen und Arbeitsplätze“, so Ermecke bei der Vorstellung des Kreditgeschäfts. Und weiter: „Wir finanzieren keine Steine, wir finanzieren ein Zuhause!“ Mit 1,5 Mrd. Euro Kundenkreditvolumen sei man sehr verantwortungsvoll im Sauerland unterwegs.

Genossenschaftlichen Werte

Es gehe in Zukunft darum, neue Aufgaben anzugehen, ohne die traditionellen genossenschaftlichen Werte zu vernachlässigen. Zu den traditionellen Werten gehöre die ganzheitliche, transparente und nachvollziehbare Beratung der Kunden. Hinzu komme seit Jahren die Strategie beim Einsatz neuer Technik. Ob Internetseite, Social Media, Online-Filiale+ oder elektronischer Postkorb: „Unsere Kunden können ganz nach Bedarf viele verschiedene Kontaktpunkte nutzen“, sagt Michael Griese.

Mitgliedern und Kunden fördern

Die Vorstände erinnerten Freitag auch an die große Gesellschaftsrendite. Dazu gehöre die gezielte, nachhaltige Förderung von Mitgliedern und Kunden. Für das Geschäftsjahr 2014 seien außerdem Steuern in Höhe von 4,5 Millionen Euro gezahlt worden, von denen größtenteils die örtlichen Kommunen profitierten. Hinzu kämen Spenden an Vereine im Geschäftsgebiet, die im Jahresvergleich um 10,5 Prozent auf 293.000 Euro gestiegen seien. „Unser vielfältiges gesellschaftliches Engagement in der Region belegt die konsequente Ausrichtung auf unsere Kunden, nicht nur in wirtschaftlicher Sicht. Im nächsten Monat starten wir im zweiten Jahr mit unserer Zukunftsoffensive,“ freute sich Michael Griese. Vereine aus den Bereichen Kultur und gesellschaftlichem Engagement können Ihre Zukunftsprojekte vorstellen und dabei Preisgelder in Höhe von insgesamt 60 000 Euro gewinnen.

Solide Grundlage

Um all das leisten zu können, muss eine Genossenschaftsbank gut aufgestellt sein. Genau das traf laut Auskunft der Vorstände auf das Geschäftsjahr 2014 zu. Die Bilanzsumme belief sich auf rund 1,6 Milliarden Euro - ein Plus von 1,9 Prozent. „Wir haben das Eigenkapital im Vergleich zum Jahr 2013 noch einmal um gut acht Millionen Euro auf jetzt 155,8 Millionen Euro erhöht. Das ist eine solide Grundlage für die Zukunft“, berichtete Andreas Ermecke. Die Kundeneinlagen bewegten sich Ende 2014 mit einem Plus von 1,9 Prozent auf hohem Niveau. Sie bilden die solide Refinanzierungsstruktur für das regionale Kreditgeschäft.

Beratungskompetenz

Ein Beweis für Beratungskompetenz im Kreditgeschäft seien allein über 50 Mio. Euro Fördermittel für Gewerbe, Wohnungsbau und Landwirtschaft. Hier ist die Bank Marktführer. „Unsere Kunden bauen auf uns.“ Das beweisen Immobilien im Wert von 15,2 Mio. Euro (136 Objekte). Mit einem Baufinanzierungsvolumen von insgesamt 450 Mio. Euro wurde der Traum von den eigenen vier Wänden in den vergangenen Jahren für über 15.000 Kunden verwirklicht. Wenn von den Firmen investiert wurde, dann in Modernisierung und Entwicklung. Ganz große Projekte gab es angesichts der Krisenherde in der Welt und der dadurch schwer vorhersehbaren Konjunkturentwicklung nicht.

Die um weitere 1,9 Prozent auf jetzt 1,092 Milliarden Euro gestiegenen Kundeneinlagen waren wieder einmal ein großer Vertrauensbeweis. Für die Sparer blieb die Volksbank Bigge-Lenne damit ein sicherer Hafen. Ihnen, so die Feststellung der Vorstände, ging es dabei vorrangig um die Zukunftsvorsorge und die Alterssicherung. Das Kundengesamtvolumen konnte im Jahr 2014 auf über 3,1 Mrd. Euro gesteigert werden..