Biggetalsperre: Stauhöhe sinkt jeden Tag

Kreis Olpe..  Die bevorstehende Sanierung des Biggedamms lässt sich auch an den Messdaten der Talsperren-steuerung des Ruhrverbands ablesen. Der Füllstand der Biggetalsperre ist so niedrig wie noch nie in einem Mai seit dem ersten Einstau im Jahr 1965.

Um rund acht Zentimeter sinkt die Stauhöhe derzeit jeden Tag, weil der Ruhrverband die Biggetalsperre seit Jahresbeginn (mit Ausnahme von Hochwasserereignissen) so steuert, dass mehr Wasser abgegeben wird, als der Talsperre zufließt. Mit dem abgegebenen Wasser wird im Kraftwerk Ökostrom erzeugt. Bis zum vorgesehenen Baubeginn Anfang Juli ist die Absenkung abgeschlossen und der Füllstand wird 15 Meter unter dem Vollstau liegen.

Übrige Talsperren voller als sonst

Doch nicht nur die Biggetalsperre, sondern auch Möhne-, Sorpe-, Henne- und Versetalsperre müssen die Fachleute des Ruhrverbands derzeit anders steuern als sonst. Denn im Verbund garantiert das Talsperrensystem die im Ruhrverbandsgesetz von 1990 vorgeschriebenen Mindestabflüsse in der Ruhr, die eine ausreichende Wasserversorgung des Ruhrgebiets gewährleisten. Um einer weiteren Absenkung der Biggetalsperre entgegenzuwirken, sollen die Zuschusswassermengen nach Möglichkeit aus den anderen Talsperren geliefert werden. Die übrigen großen Ruhrverbands-Talsperren sind daher gegenwärtig für die Jahreszeit überdurchschnittlich gut gefüllt und somit auf ihre Zusatzaufgabe bestens vorbereitet.

Entwicklung des Füllstandes

Wann die Biggetalsperre nach Ende der Sanierung des Biggedamms wieder ihren jahreszeitüblichen Stauspiegel erreichen wird, hängt vom Wetter ab. Es bleibt also spannend, wie sich der Füllstand der Biggetalsperre im Sommer und Herbst entwickeln wird.