BiggeLand auf dem Weg zur Leader-Region

Die Protagonisten der Leader-Bewerbung sind optimistisch, dass es klappt.
Die Protagonisten der Leader-Bewerbung sind optimistisch, dass es klappt.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Bewerbungschrift für die Teilnahme der Kommunen Attendorn, Olpe, Drolshagen und Wenden am Leader-Förderprogramm ist fertig.µ

Attendorn..  Zwar kann die Bewerbung der Region BiggeLand, bestehend aus den Kommunen Attendorn, Olpe, Drolshagen und Wenden, noch bis zum 16. Februar in Düsseldorf eingereicht werden, doch will man solange nicµht warten, auch wenn am Rosenmontag ein Pförtner im Landtag seine soll.

Voller Optimismus, zu den 22 Regionen zu zählen, die in der Förderperiode 2014 bis 2020 des Leader-Programms berücksichtigt werden, präsentierten die Protagonisten ihre 120 Seiten starke Bewerbungsschrift mit dem Titel „BiggeLand - Echt.Zu kunft“ am Dienstagabend in der Attendorner Stadthalle, wo sich rund 120 Interessierte eingefunden hatten.

Damit endete ein siebenmonatiger Prozess, in dem unter Beteiligung von rund 400 Personen in einem Strategie- und vier Bürgerworkshops, bei denen über 300 Maßnahme- und Projektvorschläge eingereicht wurden, ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept für die BiggeLand genannte Region erarbeitet wurde.

Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil betonte die Notwendigkeit der intensiven Zusammenarbeit, „um gemeinsam die Zukunft unserer Städte und Gemeinden in einer globalisierten Welt zu gestalten“. Dafür gelte es, über den Tellerrand hinaus zu blicken, denn: „Wir sind nur gemeinsam stark, wenn wir in Konkurrenz zu anderen Regionen treten“.

Jens Steinhoff vom Institut für Regional-Management, das die Bewerbungsphase professionell begleitet hat, moderierte den Abend und stellte noch einmal den bisherige Prozess, beginnend mit einer umfassenden Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Region BiggeLand, aus deren Ergebnissen dann - immer unter Einbeziehung der Bevölkerung - Ziele und Handlungsschwerpunkte für eine Entwicklungsstrategie erarbeitet wurden.

Fünf Handlungsfelder erarbeitet

Die mündeten in vier thematische und ein Querschnitt-Handlungsfeld, auf denen die Entwicklungsstrategie aufbaut. Das Querschnitts-Handlungsfeld heißt „Regionale Zusammenarbeit stärken - das Miteinander gestalten“ und soll der Kooperation in der Region und über diese hinaus dienen. Das Themen-Handlungsfeld 1 umfasst den Wirtschaftsraum und seine Perspektiven mit den Themen Beschäftigung, Qualifizierung und Fachkräftegewinnung, während das Handlungsfeld 2 angesichts des sich abzeichnenden demografischen Wandels in der Gesellschaft Themen wie Mobilität, Wohnqualität, Versorgung vor Ort und soziale Prävention in den Mittelpunkt stellt.

Handlungsfeld 3 ordnet BiggeLand eine Vorbildfunktion als nachhaltigem Lebensraum zu. Dabei könnte man mit einer Ausweitung des „fairen“ Gedankens über die Fair-Trade Stadt Attendorn, die von Adelheid Lüttecke und Luise Springob vorgestellt wurde, hinaus auf die gesamte Region ein „bundesweites Alleinstellungsmerkmal“ erlangen, was die Touristikerin Imke Grotelüschen „große Ohren“ bekommen ließ, die im Handlungsfeld 4 neue Qualitäten als erlebbarer Landschaftsraum mit naturnahem Tourismus mitgestalten soll.

Für alle Projekte ist, sollte BiggeLand Leader-Region werden, ein Finanzierungsvolumen von vier Millionen Euro vorgesehen, wovon 2,6 Millionen Euro Leader-Zuschüsse wären und knapp 1,4 Millionen Euro von den Beteiligten aufgebracht werden müssten.