Beste Stimmung in einem ausverkauften Haus in Schönau

Vor 25 Jahren gründeten sich die „Konfettis“. Die jüngste Tanzgruppe des Schönauer Karnevals begeisterte mit Garde- und Showtanz
Vor 25 Jahren gründeten sich die „Konfettis“. Die jüngste Tanzgruppe des Schönauer Karnevals begeisterte mit Garde- und Showtanz
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Fazit gleich vorweg: Mit seiner 49. Prunksitzung am Samstagabend bewies der Karnevalsverein Schönau-Altenwenden einmal mehr, dass er eine echte Marke der fünften Jahreszeit im südlichsten Zipfel des Sauerlandes ist.

Schönau..  Das Fazit gleich vorweg: Mit seiner 49. Prunksitzung am Samstagabend bewies der Karnevalsverein Schönau-Altenwenden einmal mehr, dass er eine echte Marke der fünften Jahreszeit im südlichsten Zipfel des Sauerlandes ist. Das vierstündige Programm bot alles, was ein närrisches Volk verlangt. Kurzum, es war ein Abend, der beste Stimmung im ausverkauften Haus garantierte.

Die Wände wackelten bereits, als der Elferrat mit dem Prinzenpaar Sven I. und Denise I. sowie dem Kinderprinzenpaar Luca I. und Julia I. und den Garden einzog. Die Moderation lag in den bewährten Händen von Sitzungspräsident Thomas Dröscher und Michael Koch und an die Stelle des erkrankten Zeremonienmeisters Michael Müller trat Hubert Menne, der vor zwei Jahren als Prinz über die Schönauer Narren regierte. Seine neue Aufgabe meisterte er mit viel Bravour und sichtlichem Spaß.

Viele Eigengewächse

Die Schönauer setzten wieder auf das bewährte Konzept mit vielen Eigengewächsen und längst lieb gewonnen Freunden. Die Kattfiller hatten ihre „Mini-Biggesterne“ entsandt, die ja bekanntlich zu den besten Jugendgarden überhaupt gehören, die Bürgergesellschaft Olpe um den Vorsitzenden Stefan Göckeler war mit den „Grünen Funken“ angereist und auch die „Wolpertinger“ waren vor Ort.

Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Schönauer „Konfettis“. Vor 25 Jahren gründete sich die Tanzgruppe als „Hüpfende Flöhe“. Heute gehören ihr 18 Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren an, die mit ihren Darbietungen immer wieder aufs Neue begeistern.

In diesem Jahr zeigten sie einen Gardetanz nach ihren großen Vorbildern und hatten sich darüber hinaus „De Höhner“ (Willst du eine Pizza?) vorgenommen. Hinter den Choreographien steckt jede Menge Arbeit. Und die wird neben den Mädchen von den Trainerinnen Theresia Illguth, die (fast) von Anfang an dabei ist, sowie von Julia Knott geleistet. Funkensprühende Glanzpunkte setzten weiter die „Roten Funken“, die „Tanzsterne“, die „Blauen Funken“ und das Männerballett.

Stargast war Perry Paul, der Gentleman unter den Bauchrednern. Perry kam selbstredend in Begleitung: Da war der dunkelhäutige Joseph aus Amerika, der nicht nur mit Peter Brüser, „Burgerking“ von Wenden, auf Du und Du ist, sondern neben Englisch und Deutsch das Lateinische für den Himmel und das Siegerländische für die Hölle beherrscht. Und da war die knuddelige und über alle Maßen sympathische Mauskatze Amadeus, längst eine absolute Größe im Showbusiness. Mit herzlich viel Bauchgefühl brachte sie das Publikum wunderbar zum Lachen.

Großes Finale auf der Bühne

Krankheitsbedingt hatte Tommy Watzke in letzter Minute abgesagt. Der Originalsänger des Mega-Hits „Rut sin de Ruse“ hatte dennoch seine Band „De Ruse“ geschickt, was zweifelsohne bestens funktionierte. Zum Finale trafen sich alle heimischen Akteure auf der Bühne und brachten das Zelt endgültig zum Beben. Sie hinterließen ein gut bestelltes närrisches Feld, das noch bis tief in die Nacht mit Singen und Schunkeln gehörig umgepflügt wurde.