Bestattungswald für Auswärtige attraktiv

Der Bestattungswald in Sondern ist auch für Auswärtige attraktiv.
Der Bestattungswald in Sondern ist auch für Auswärtige attraktiv.
Foto: WP

Olpe/Sondern..  Die Öffnung des Bestattungswaldes in Sondern auch für Bürger von außerhalb Olpes (wir berichteten) treibt die Zahl derer, die dort ihre letzte Ruhestätte finden möchten, deutlich nach oben. Das geht aus einer Bedarfs-Analyse der Stadt Olpe hervor. Die Analyse über die vergangenen drei Jahre zeigt zunächst, dass der Bestattungswald, der ja vor seiner Realisierung politisch heftig umstritten war, konstante Zahlen aufwies. 2012 ließen sich acht Olper dort bestatten, 2013 elf und 2014 zehn.

Fast die Hälfte von außerhalb

Nachdem sich die Ratspolitiker mehrheitlich dafür entschieden hatten, auch Menschen außerhalb der Stadtgrenzen die Pforten des idyllischen Wäldchens zu öffnen, zeigt sich ein deutlicher Anstieg.Bereits in den ersten vier Monaten dieses Jahres konnten 13 Bestattungen verzeichnet werden, sieben der Verstorbenen kamen aus der Stadt Olpe, sechs aus dem Kreis Olpe und zwei von außerhalb der Kreisgrenze. Anders ausgedrückt: Fast die Hälfte wohnte vor der Bestattung nicht in der Stadt Olpe.

Genügend Platz ist unter den für eine Bestattung vorgesehenen katalogisierten Bäumen langfristig vorhanden. Die für das Friedhofswesen zuständige Tiefbauabteilung nennt in ihrer Analyse acht weitere Bäume, die in den nächsten Jahren genutzt werden könnten. Da in einem ersten Schritt um jeden Baum herum 12 Urnen ihr Ruheplätzchen finden, ist somit ein Potenzial von fast 100 Bestattungen vorrätig. Was zudem noch beliebig ausgeweitet werden kann, wie Paul Henkel vom Tiefbauamt bestätigte.

Denn insgesamt wurden bei der Errichtung des Wäldchens etwa 200 passende Bäume ausgesucht und katalogisiert, und um jeden Baum können nach dem ersten Urnenkreis mit den besagten 12 Urnen in einem zweiten Kreis noch einmal 18 eingelassen werden.

Zur Erinnerung: An den Bäumen sind auf Tafeln aus Edelstahl (15 x 11 cm) die Namen der Bestatteten zu lesen. Diese Namen werden auf kleine Schildchen (10 x 2cm) graviert und an die Tafeln geklebt.