Bergrennen gegen die Zeit

Die Saison am sogenannten StoppOmat bei Rönkhausen ist ab sofort eröffnet.
Die Saison am sogenannten StoppOmat bei Rönkhausen ist ab sofort eröffnet.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der StoppOmat bei Rönkhausen ist bei Rennradfahrern sehr beliebt. Die Saison ist eröffnet.

Rönkhausen..  Der beliebteste „Drive-In“ unter Rennradfahrern ist der StoppOmat. Auf ausgewiesenen Bergstrecken in ganz Deutschland und seit dem vergangenen Jahr auch bei Rönkhausen messen sich ambitionierte Radsportler mithilfe dieser Anlagen im Wettkampf gegen die Zeit und können im Internet ihre Bestzeiten mit anderen Startern vergleichen. Jetzt ist die Saison 2015 eröffnet.

Am Unterbecken des Pumpspeicherwerks im Glingetal bei Rönkhausen sowie nahe des Oberbeckens steht die erste und bislang einzige Zeitmessanlage dieser Art im Sauerland. Die nächstgelegenen der 19 weiteren StoppOmaten findet man in der Eifel und bei Koblenz. Mit den sonnigen Tagen ist auch dieser StoppOmat aus dem Winterschlaf erwacht.

Ambitionierte Radfahrer können also wieder mit dem Rennrad oder dem Mountainbike auf der anspruchsvollen, 4,6 Kilometer langen Strecke vom Unter- zum Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks, bei der 247 Höhenmeter zu überwinden sind, neue Bestzeiten fahren.

240 Zeiten im Internet

Die erste StoppOmat-Saison im Sauerland im Vorjahr war ein Erfolg: Insgesamt beteiligten sich im Jahr 2014 rund 650 Fahrer an der Jagd nach der beste Zeit auf der steilen und kurvenreichen Glingestraße in Finnentrop. Knapp 240 von ihnen Warfen ihre abgestempelten und ausgefüllten Zeitnehmerkarten im Ziel in den dafür vorgesehenen Kasten, so dass ihre Zeiten im Internet auf der Seite www.stoppomat.de aufgelistet wurden. Zwei besonders ambitionierte Teilnehmer traten sogar mehr als zehn Mal an und versuchten ehrgeizig, ihre eigene Bestzeit zu unterbieten.

Das deutschlandweit verbreitete StoppOmat- System ist so einfach wie bewährt: Am Fuß des Berges zieht der Radler im Starthäuschen ein Ticket und radelt hoch. Oben, im Zielhäuschen, schiebt er das Ticket dann in einen weiteren Automaten, wodurch seine Zeit gestoppt wird.

Schnellster Fahrer im Vorjahr war Jan Christian Brockmann vom TV Jahn Siegen. Er benötigte am 22. Mai nur 10.43 Minuten für die Strecke, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 26,3 Km/h entspricht. Schnellste der insgesamt 22 aufgelisteten Frauen war Claudia König aus Sundern mit einer Zeit von exakt 17 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,6 Km/h. Die meisten im Internet dokumentierten Bergauffahrten am StoppOmat unternahmen Dr. Felicitas Gawoll mit 13 und Peter Vedder mit zwölf Starts.

Aus Berlin und Buxtehude

„Wer will“, erklärt Gesa Stewes von der Sauerland Radwelt, „kann sich eine feste Startnummer zuweisen lassen, unter der er dann auf allen StoppOmat-Strecken an den Start gehen kann“.

Die zumeist Rennradfahrer, die es mit der Bergzeitstrecke aufnahmen, kamen aus allen Teilen Deutschlands nach Rönkhausen. Zwar stammen die weitaus meisten Starter aus dem Sauerland und der näheren Umgebung, aber auch Radsportler aus Berlin, Dresden, Buxtehude und Daisendorf in Bayern ließen sich registrieren.

Der StoppOmat in Rönkhausen wird vom Mitgliedern des TV Rönkhausen betreut, die regelmäßig nachschauen, ob alles funktioniert, die abgestempelten und ausgefüllten Karten einsammeln, auswerten sowie die Zeiten und Daten ins Internet stellen und so weiter.

Die Technik, die StoppOmat-Stationen verfügen über eine Stromversorgung per Photovoltaik, hat laut Gesa Stewes bisher problemlos funktioniert und es gab auch keine Probleme mit Vandalismus.

Wer mit seinem Rad nicht nur im Wettkampf-Modus durch das Sauerland fahren, sondern auch einsame Straßen und fantastische Fernblicke genießen möchte, findet bei mehr als 70 Tourenvorschlägen in der Bike Arena Sauerland gewiss seine Traumstrecke.