Begeisterung treibt Schönauer Narren auf die Tische

Das Männerballett des Karnevalsvereins setzte seinen Vorsatz „We were rock you" in die Tat um.
Das Männerballett des Karnevalsvereins setzte seinen Vorsatz „We were rock you" in die Tat um.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Fliegene Beine, rockige Luftgitarren, prächtige Kostüme und natürlich jede Menge Humor erlebten die närrischen Gäste beim Altweiberball in Schönau.

Schönau..  Ausnahmezustand am Donnerstag beim Altweiberball in Schönau. Die Luft im Festzelt an der Wagenbauhalle brannte wie immer und wie erwartet. Und wie so oft in den tollen Tagen verloren auch hier die Jecken an Bodenhaftung. Soll heißen: Auf Tischen und Bänken stehend wurde getanzt, gefeiert und geschunkelt.

Schon der Aufmarsch auf die Bühne war eine Augenweide. Vorsitzender und Sitzungspräsident Thomas Dröscher im Outfit einer alten Bauersfrau mit dicken gelben Gummistiefeln und sein Moderatoren-Pendant, Elferratsmitglied Michael(a) Koch, als junges schmuckes „Rotkäppchen“ waren - begleitet vom Damenelferrat - ein Hingucker. Nach den ersten tosenden „Helaus von janzem Herzen“ ging es gleich los. Die Stimmung war von Anfang an Klasse. Zum Aufwärmen der Hände, die beim Klatschen an diesem Abend so richtig gefordert waren, und der Stimmen, die nicht minder strapaziert wurden, gab es einige flotte Tänze.

Die Roten Funken legten als erstes Eigengewächs des Karnevalsvereins Schönau-Altenwenden eine kesse Sohle aufs Parkett, bevor das Männerballett Ihnetal zeigte, welch tänzerisches Potenzial in Männern stecken kann. Immer wieder mehr als einen Hingucker wert sind auch die Tanzsterne, die insbesondere durch ihre stets fantasievollen Köstümierungen, passend zum Thema auffallen. Zwei weitere Stammgäste auf der närrischen Bühne waren die Grünen Funken der BGO und die Prinzengarde Neu-Listernohl, die sich ebenso über die Begeisterung im Saal freuten.

Stimmung mit Biggejungs

Manch einer der Akteure mischte sich unter das Volk auf den Tischen und heizte die Stimmung mittendrin an.

So beispielsweise Lucas Dittmann, von den Biggejungs der Bürgergesellschaft Olpe. Das musikalische Sextett, das dafür bekannt ist, die Stimmung mit Gassenhauern anzuheizen, ist im Schotten-Outfit unterwegs. Keineswegs sparsam, sondern mit Volldampf und dem dazu passenden Köstümen der kölschen Kultband Brings. Bei so einem Erscheinungsbild darf natürlich der aktuelle Hit der Kölner Jungs um Peter Brings nicht fehlen und binnen kürzester Zeit war der ganze Saal „ne kölsche Jung“.

Akrobatische Einlagen

Den musikalischen Vorsatz der Höhner: „Steh auf, mach laut“ hatten die Närrinnen und Narren zu dem Zeitpunkt längst wörtlich genommen. Marienkäfer, Schlümpfe, Piraten, Punks und Hexen sangen voller Inbrunst mit. „No Limit“ lautete die Devise bei den Mädels der Tanzgruppe „Black Soul“. Flotte, rockige Klänge mit ansteckender Begeisterung, im knalligen Neon-Outfit rübergebracht, sorgten für Begeisterung. Immer wieder wurden Zugaben gefordert und prompt serviert. Mit „strammen Waden und hier und da etwas Babyspeck“ kündigte Michael(a) Koch eine weitere tolle Truppe der Organisatoren an: Das Männerballett, mit denen der „Highway to Hell“ zumindest musikalisch vorprogrammiert war. Das altersmäßig bunt gemischte Sextett schwang die Luftgitarren, setzte seinen Vorsatz „We will rock you“ in die Tat um und scheute sich nicht vor akrobatischen Einlagen. Auswärtige Gäste und die Lokalmatadoren, zu denen natürlich auch die Blauen Funken und die Blauen Jungs vor dem Finale gehörten, gaben alles. Highlight war auch der Auftritt der Schlagermafia, die ihrem letztjährigen Oktoberfesthit „Very good for Hollywood, denn wir ham das Zeug zum Star“ alle Ehre machten.