Bargeld nur noch am Automat - Gebühr für Münzrollen

Kunden der Sparkasse A-L-K, die Münzen in Rollen abholen, bezahlen 20 Cent pro Rolle, Nichtkunden einen Euro.
Kunden der Sparkasse A-L-K, die Münzen in Rollen abholen, bezahlen 20 Cent pro Rolle, Nichtkunden einen Euro.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Bei der Sparkasse A-L-K in Attendorn gibt es bald kein Bargeld mehr am Schalter. Für Münzrollen wird eine Gebühr fällig.

Attendorn..  Kunden der Sparkasse A-L-K, die in der Hauptstelle in Attendorn Bargeld am Schalter abheben, werden von den Mitarbeitern darauf hingewiesen, dass bald kein Bargeld mehr an Schaltern abgehoben werden kann, sondern nur nach an den Automaten. Sie möchten dafür sorgen, dass ihre Kundenkarten mit einer PIN-Nummer versehen werden, damit sie sich weiter mit Bargeld ausstatten können

Einigen - zumeist gewerblichen - Kunden der Sparkasse A-L-K stößt sauer auf, dass sie, wenn sie am Automaten Geldscheine in Münzrollen umtauschen wollen, jetzt pro Rolle Hartgeld einen Obolus von 20 Cent entrichten müssen. Das bedeutet auch, dass sie stets einen fünf-Euro-Schein mehr dabei haben müssen, als sie Münzgeld haben wollen, da der Automat von diesem die Gebühr abzieht und den Rest als Wechselgeld „ausspuckt“.

Zwei Dinge, die man als Abbau von Service bezeichnen kann. Warum macht die Sparkasse das? Pressereferent Daniel Fitzke erklärt das mit Kosten, den Folgen der anhaltenden Niedrigzinsphase und Sicherheitsaspekten. „Unser Personal soll von Routineaufgaben entlastet werden und mehr Zeit für Beratung haben“, begründet Fitzke die Aufgabe der Bargeldausgabe am Schalter. Außerdem werde so das Risiko geringer, überfallen zu werden.

In andern Filialen hätten sich auch ältere Kunden schnell an das Abheben von Bargeld an Automaten gewöhnt. „Und wer Hilfe benötigt bekommt sie natürlich“, betont der Pressesprecher.

Verursacherprinzip bei Kosten

Beim Thema Münzgeld weist er darauf hin, dass der Sparkasse dadurch erhebliche Kosten entstehen (siehe Infobox). Diese könne man angesichts sinkender Erlöse, bedingt durch die nicht absehbare Niedrigzinsphase, nicht weiter tragen, wolle sie aber auch nicht allen Kunden auferlegen. Daher habe man sich für das „Verursacherprinzip“ entschieden.

Allerdings habe man auch den Preis für die Girocard-Zahlungen von 0,3 auf 0,26 Prozent gesenkt, was den Handel entlaste.

Für die Zukunft kann Fitzke nicht ausschließen, dass auch die Einzahlung von Münzgeld auf Konten über die entsprechenden Automaten kostenpflichtig wird.