Aus sicherer Deckung abwarten

Bürgerversammlung zur ZUE. Ich habe mit großem Interesse an der Bürgerversammlung zur Zentralen Unterkunftseinrichtung (ZUE) im Regenbogenland teilgenommen.

Als SPDler komme ich sicherlich nicht in den Verdacht der unkritischen Sicht der Dinge, wenn ich für mich sage, dass Bürgermeister Müller die Sitzung fair und gut geleitet hat. Es ist ihm allerdings nicht gelungen, eine Brücke des Vertrauens zu schlagen, wie dies eher dem Bürgermeister der Stadt Burbach, Herrn Evers, gelungen ist.


Herr Sundermann, zuständiger Architekt der Stadt Olpe beim Gebäudemanagement, hat für mich da den Gegenpunkt gesetzt, der uns das Regenbogenland fast als Robinsonclub „verkaufen“ wollte. Dies ist der gleiche Herr, der nach meinen Informationen das Rathaus für die eigenen Leute fast für unbewohnbar erklärt und an der mangelhaften Ausführung und Schadensregulierung der Hakemickeschule beteiligt ist.

Bemerkenswert auch, dass die Kandidaten für das Bürgermeisteramt der CDU, Frau Dr. Wolf und Herr Weber, da waren, aber keinen Ton von sich gegeben haben. Die werden jetzt sicher sagen, wir wollten erst einmal die Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen lassen. Aus meiner Sicht wollten die einfach aus der sicheren Deckung mal abwarten, wohin die Reise geht. Zu wenig für mich, wenn ich erste Bürgerin oder Bürger der Stadt werden will. Als Minensucher und Gaukler für die CDU hat sich ja schon der Herr Bitzer von den Grünen betätigt, der schon einmal auf die großen Vorzüge einer ZUE aufmerksam macht.

Dabei ist es ganz einfach: Ein wesentlicher Vorteile der ZUE liegt darin, dass für die Menschen, die dort untergebracht werden, nicht die Stadt aufkommen muss und wir diese auf unsere Quote der Asylsuchenden angerechnet bekommen; sprich wir haben auf den ersten Blick einen wesentlichen wirtschaftlichen Vorteil. Dazu sichert sich die Stadt ein attraktives Gelände.

So eine Einrichtung kann nur in einem breiten gesellschaftlichen Konsens in einer Stadt verankert werden. Auf der Veranstaltung habe ich durchaus Punkte gehört, die für so eine Einrichtung sprechen, aber mir geht es wie vielen in der Stadt, die - ich bin mir sicher - noch zu wenig zu wissen, um jetzt zackig eine Entscheidung zu fällen.


Es muss ein faires Streben um die beste Lösung geben und die muss in Ruhe gefunden werden. Die Lösung muss dann im Kopf aber vor allem auch im Herzen bei uns ankommen, denn es geht um die Menschen in unserer Stadt und Menschen, die aus ihrer Heimat zu uns flüchten und die wir willkommen heißen sollten.