Auf der Suche nach den Wurzeln der St.-Ursula-Schulen

Attendorn..  „Wir und unsere Schule in der Nachfolge der Ursulinen“ lautet eine Unterrichtsreihe, die im Religionsunterricht des St.-Ursula-Gymnasiums und der St.-Ursula-Realschule durchgeführt wird.

Dabei begaben sich wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler beider Schulen zunächst auf die Suche nach Spuren des Konvents der Ursulinen. Diesem ist die Existenz der Schulen zu verdanken und er trägt noch heute mit der St.-Ursula-Stiftung dafür Sorge, die mit der Schulgründung verbundene Intention und das Andenken an die Ursulinen in Attendorn zu bewahren.

Besuch der St.-Ursula-Basilika

Daher konnten die Schüler auch gleich vor Ort anhand der von der Stiftung finanzierten Erzählsäule auf dem Schulgelände und der Jubiläumschronik des Konvents die reiche Geschichte der St.-Ursula-Schulen entdecken und gemeinsam die Wege der Ursulinen in Attendorn verfolgen. Außerdem recherchierten sie Leben und Wirken der Ordensgründerin, der Heiligen Angela Merici. Zwangsläufig stießen sie bei diesen Erkundungen auf das Ursula-Schiff, das sie zum Anlass nahmen, der Legende der Schulpatronin nachzugehen.

Während die Jahrgangsstufe 9 der Realschule bereits vor kurz den Herbstferien eine Fahrt zum Grab der Schulpatronin unternahm, brachen die Fünftklässler des St.-Ursula-Gymnasiums erst jetzt zum Abschluss der Unterrichtsreihe nach Köln auf.

Dank der finanziellen Unterstützung durch die St.-Ursula-Stiftung erlebten die Schüler in der St.-Ursula-Basilika, einer der zwölf romanischen Basiliken der Stadt Köln, einen Tag voller bleibender Eindrücke. An diesem besonderen Ort, an dem Ursula der Legende durch die Hand des Hunnenkönigs Attila gefallen sein soll, feierte die junge Pilgergruppe gemeinsam mit Monsignore Bernhard Schröder, dem ehemaligen Präses des Collegium Bernardinum und Kollegen am St.-Ursula-Gymnasium, und mitgereisten Lehrern einen Gottesdienst.

Es folgte eine spannende Führung durch die Basilika, bei der das Leben und Wirken der Heiligen Ursula in eindrucksvollen Worten geschildert wurde. Dass die Heilige Ursula gemeinsam mit ihren 11 000 Gefährtinnen durch ihr Martyrium die Stadt letztendlich vor den Hunnen bewahrt haben soll, beeindruckte die Schülerinnen und Schüler auch in Zeiten sozialer Netzwerke: „Das sind ja noch mehr Freunde als ich bei Facebook habe!“

Goldene Kammer der Höhepunkt

Absoluter Höhepunkt war die Begehung der Goldenen Kammer, in der eine Vielzahl von Gebeinen, Büsten und Schädelreliquien aufbewahrt werden, die kunstvoll zu Mustern aus christlichen Symbolen zusammengefügt sind. Ein Anblick, der ebenso neu wie beeindruckend für die Schüler war. Den Tag rundete die Erkundung des Kölner Domes ab.