Auch von liebgewonnenen Objekten trennen

Bahnhofsverkauf. Ab 5 Millionen Euro ist die Stadt zu Gesprächen bereit“. Nun ist Bürgermeister Hundt bereit, die Bahnhöfe Altenhundem und Grevenbrück zu veräußern! Doch wieder nur mit einer virtuellen Bedingung die da lautet: „Wenn das städtebauliche Konzept, das dahinter steckt, auch beibehalten wird“. Das städtebauliche Umfeld in Altenhundem ist bereits ausgeführt mit der Neugestaltung des Busbahnhofs. Ebenso beim Bahnhof in Grevenbrück. Oder gehören die Streitigkeiten um das Postgebäude zum langfristigen städtebaulichen Konzept dazu?


Beim Preis hat sich BM Hundt anscheinend wieder verschätzt. Grevenbrück 2,3 Millionen, Altenhundem 1,4 Millionen ergeben 3,7 Millionen und nicht 5 Millionen. Oder soll hier die Latte besonders hoch gelegt werden, um eine Veräußerung abzuwenden? Man hätte dann ja 1,3 Millionen mehr im Stadtsäckel, die in etwa die Fehleinschätzung beim Marktplatz in Altenhundem aufwiegen dürften. Sollte hinter den Fehleinschätzungen, mal nach unten, mal nach oben, etwa Methode stecken?


Wenn man seinen Haushalt sanieren möchte, sollte man sich auch von liebgewonnenen Objekten trennen, auch einzeln. Der Bahnhof Altenhundem würde auf einen Schlag mehr Geld einbringen als alle anderen städtischen Wohnhäuser (1,2 Mio. Buchwert) zusammen, so dass der größte berufliche Wunsch des BM damit ein wenig näher käme.
Wolfgang Poguntke,
Lennestadt-Elspe