Attendorner (45) zahlte fast 280 000 Euro an Telefonbetrüger

Die Polizei warnt vor Telefonbetrügern. Der Fall aus Attendorn ist ein abschreckendes Beispiel.
Die Polizei warnt vor Telefonbetrügern. Der Fall aus Attendorn ist ein abschreckendes Beispiel.
Foto: Uli Deck/Archiv
Was wir bereits wissen
Einem Attendorner versprachen Telefonbetrüger einen Gewinn von 800 000 Euro. Um das Geld zu bekommen, müsse er aber „Gebühren“ vorweg bezahlen. Der Mann ging den Betrügern auf den Leim.

Kreis Olpe/Attendorn.. Wie die Kripo in Olpe auf Anfrage bestätigte, ist ein 45-jähriger Attendorner Opfer von dreisten Telefonbetrügern in einem selten dagewesenen Umfang geworden: In mehreren Tranchen, so die Polizei, habe der außergewöhnlich gutgläubige Mann insgesamt 276 000 Euro an türkische Banken überwiesen.

Der Grund: Die Betrüger hätten ihm zunächst schriftlich einen Gewinn von rund 800 000 Euro versprochen. Um diesen stattlichen Gewinn zu bekommen, habe er aber immer wieder „Gebühren“ im voraus an die von den Betrügern angegebenen Kontodaten überweisen müssen. Wie die Polizei des weiteren versicherte, habe seine Hausbank den Mann eindringlich gewarnt, ihn aber letztlich nicht davon abhalten können.

Gutgläubiges Opfer

So habe der Mann zunächst zweimal rund 16 000 Euro überwiesen, und als die Betrüger gemerkt hätten, wie gutgläubig ihr Opfer gewesen sei, hätten sie die Summen erhöht, zum Schluss sogar drastisch. Nach 46.000 Euro seien noch zweimal 98.000 Euro geflossen. Der Vertreter der Olper Polizeibehörde erklärte, Telefonbetrügereien seien zwar kein Einzelfall, in diesem Ausmaß aber ungewöhnlich.

Polizei rät: Keine Geldgeschäfte am Telefon machen

Anlässlich des Falles appelliert die Polizei eindringlich an alle Bürger, niemals Geldgeschäfte auf diese Weise abzuwickeln. Sollten sich Gewinnversprechen in irgendeiner Form verdächtig anhören, solle man sofort die Polizei verständigen.