Attendorn beantragt Vierzügigkeit für Sekundarschule

Die hochmoderne  Mensa steht baulich für die erfolgreiche Sekundarschule in Attendorn
Die hochmoderne Mensa steht baulich für die erfolgreiche Sekundarschule in Attendorn
Foto: WP
  • Experte lobt Strahlkraft der jungen Sekundarschule
  • Schulentwicklungsplan prognostiziert dauerhaft Vierzügigkeit
  • Bezirksregierung muss entscheiden

Attendorn..  Die Schullandschaft im Kreis Olpe bleibt in Bewegung, die Bezirksregierung in Arnsberg ist weiterhin als Entscheider gefragt.

Die Stadt Attendorn hat auf der Basis ihres neuen Schulentwicklungsplans beschlossen, bei der Regierungspräsidentin in Arnsberg die dauerhafte Vierzügigkeit ihrer vor fünf Jahren neu eingerichteten Sekundarschule Hanseschule zu beantragen. Diese war seinerzeit als dreizügige Schule genehmigt worden, wird aber in den letzten vier Jahren aufgrund des großen Schüleraufkommens mittels Ausnahmegenehmigungen in den letzten vier Jahren vierzügig betrieben.

Der Autor des neuen Schulentwicklungsplans, Dr. Heinfried Habeck, bezeichnete die sehr gute Akzeptanz der Hanseschule als eine Ausnahme in der landesweiten Schullandschaft, wo sich neugegründete Schulen in der Regel sehr schwer täten. „Ihre Schule hat eine sehr gute Außenwahrnehmung. Meine Hochachtung!“. Da seine Berechungen für die nächsten Jahre auch weiterhin stabile Anmeldezahlen für die Hanseschule prognostizieren, empfahl er die Beantragung einer dauerhaften Vierzügigkeit bei der Bezirksregierung in Arnsberg. Dem folgte der Schulausschuss einstimmig, zumal Bürgermeister Pospischil darauf hinwies, dass man bei einer weiteren Dreizügigkeit der Hanseschule immer wieder auf Ausnahmegenehmigungen angewiesen sei und es dazu kommen könne, dass Schüler abgewiesen werden müssten. Da das bei Schülern aus Kommunen, die keine eigene Sekundarschule haben nicht so einfach möglich ist, „würde das auch Attendorner Schüler treffen“, so Pospischil.

Ob der Attendorner Antrag eine Chance hat, in Arnsberg positiv beschieden zu werden, ist sehr fraglich. Pressesprecher Christoph Söbbeler wies im Gespräch mit dieser Zeitung darauf hin, dass man bei solchen Entscheidungen auch stets „die Nachbarkommunen im Blick haben“ müsse.

Wenn man mittel- bis langfristig eine Ausgewogenheit anstrebe müsse man auch anderen Schulen die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln. Dabei gehe es ausdrücklich nicht nur um die Gesamtschule in Finnentrop, die die angestrebte Vierzügigkeit wieder knapp verpasst hat.

Daher habe man der Stadt Attendorn bereits in vorgeschalteten Beratungsgesprächen „geraten, es bei der Dreizügigkeit zu belassen“. Es mache auch keinen Sinn, immer weiter mit Ausnahmegenehmigungen zu arbeiten.