Arbeit des Kinderhospizvereins hängt stark von Spenden ab

Olpe..  Rund 50 Mitglieder hatten die Einladung des bundesweit tätigen Deutschen Kinderhospizvereins wahrgenommen und waren zur Jahreshauptversammlung im Jubiläumsjahr nach Olpe angereist. Zur Freude von Vorstand und Geschäftsführung hatte die Fa. Gebr. Kemper erneut ihre Tagungsräume kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Obwohl keine regulären Wahlen anstanden, stellte sich der Vereinsvorstand teilweise neu auf. Im Verlauf der Versammlung legten Dr. Eberhard W. Meyer und Martina Asmus ihre Ämter vorzeitig nieder. Eine Veränderung ihrer privaten Situation hatte diesen Schritt notwendig gemacht, was beide sehr bedauerten. Zur Wahl stellte sich Dieter Acker aus Köln, der zuvor als ehrenamtlicher Mitarbeiter betroffene Familien im Rahmen von Seminaren begleitete. Er wurde einstimmig gewählt. Die Funktion des Vorstandssprechers übernimmt Paul Quiter.

Geschäftsführer Martin Gierse stellte die finanzielle Situation des Vereins im zurückliegenden Jahr vor. Danach verzeichnet der Deutsche Kinderhospizverein für 2014 ein leichtes Defizit. Gierse: „Unsere Arbeit hängt maßgeblich von Spenden ab. Wenn diese nur zum Teil ausbleiben, merken wir das deutlich.“ Entsprechend zurückhaltend hat der Verein für 2015 geplant.

„Wir hoffen, dass sich 2015 ausreichend viele Spender an die Seite des Vereins stellen, damit wir das umsetzen können, was wir uns für betroffene Familien vorgenommen haben“, so Gierse weiter. Unter anderem plant die Deutsche Kinderhospizakademie aufgrund der hohen Nachfrage drei weitere, mehrtägige Seminare für betroffene Familien. Schon jetzt stehen über 50 Seminare im Jahresprogramm der Akademie.

Zwei neue Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste wird der DKHV noch in diesem Jahr auf den Weg bringen, um Familien in der Region Soest und in Hanau verlässlich unterstützen zu können. Damit erhöht sich die Zahl auf 22 vereinseigene Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste bundesweit, die seit der Gründung am 10. Februar 1990 entstanden sind.