Alten Pumpen soll die letzte Stunde schlagen

Wendens Klimaschutzmanagerin Verena Nijssen.
Wendens Klimaschutzmanagerin Verena Nijssen.
Foto: WP

Wenden..  Den alten Heizungspumpen in der Gemeinde Wenden soll es an den Kragen gehen. Dafür hat Klimaschutzmanagerin Verena Nijssen eine Kampagne organisiert: „Die Leute sollen informiert werden. Schon nach zwei bis drei Jahren macht sich ein Austausch über den verminderten Stromverbrauch bezahlt. Ein Austausch kostet 200 bis 300 Euro. Das ist gut für den Klimaschutz.“ Hocheffiziente Umwälzpumpen verbrauchen bis 80 Prozent weniger Strom und sparen jährlich bis zu 140 Euro.

Verena Nijssen hat dazu einen Flyer herausgegeben. Zudem winken allen, die sich an der Aktion beteiligen, Preise. Das Motto: „Wer tauscht, gewinnt“. Und das geht so: Teilnehmen kann, wer seine Umwälzpumpe nach dem 1. April 2015 gegen eine Hocheffizienzpumpe ausgetauscht hat, dies durch einen Fachbetrieb belegen lässt und in der Gemeinde Wenden gemeldet ist. Hauptpreis ist dabei die komplette Kostenerstattung des Austausches der Heizungspunpe (maximal 350 Euro). Zweiter bis sechster Preis sind jeweils ein 50-Euro-Kostenzuschuss. Wer teilnehmen möchte, füllt die Postkarte auf dem Flyer aus und schickt sie an die Gemeinde. „Ziel ist es, möglichst viele zu motivieren, ihre Pumpen zu tauschen“, so Verena Nijssen.

Unterstützung beim Nahwärmenetz

Seit 1. Oktober 2014 arbeitet sie als Klimaschutzmanagerin im Wendener Rathaus und ist außerordentlich aktiv. Auch der Umweltausschuss konnte sich ein Bild vom Engagement der Diplom-Landschaftsökologin machen, als sie dort ihre Arbeit vorstellte. Dabei steht sie in engem Kontakt zu ihrer Vorgängerin im Wendener Rathaus, Carolin Vomhof, die zur Gemeinde Burbach gewechselt war: „Das gibt Synergieeffekte.“

Verena Nijssen vermittelt Klimaschutz auch in den Schulen und hat hier bereits Kontakte geknüpft. Zur Energieeffizienz in Gebäuden hat es Beratungen gegeben. Neu angestoßen hat sie das Projekt „Ökoprofit“. Zwei Vortragsreihen hat die Klimaschutzmanagerin für Unternehmen organisiert, zuletzt zum Thema Beleuchtung in der EMG. Auch bei der Initiative Nahwärmenetz für Hillmicke und Wendenerhütte versucht sie, mit der Naturstrom AG doch noch zum Ziel zu kommen (wir berichteten).

Transparenz bei der Windkraft

Transparenz strebt Verena Nijssen beim Thema Windkraft an: „Wir wollen versuchen, die Bürger mitzunehmen in den Planungsprozess und zu informieren.“

Ziel sei es außerdem, die Parkmöglichkeiten für Fahrräder beim Einzelhandel zu verbessen. „Wir sollten auch prüfen, ob wir in der Gemeindeflotte noch etwas bezüglich E-Mobilität machen können. Das Schöne ist, dass das auch noch vom Bund gefördert wird“, so Verena Nijssen.

Auch wenn das Wendener Rathaus im Juni 25 Jahre alt wird, will sich die Klimaschutzmanagerin einbringen: „Es sind Aktionen geplant. Vielleicht können wir eine Radtour machen. Ich möchte zudem ein Verzeichnis über fahrende Händler und Hofläden veröffentlichen.“

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