Alte Linden radikal beschnitten

Die Linden auf dem
Die Linden auf dem
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Da die Linden vor Jahrzehnten einen Kopfschnitt erhielten, müssen sie aus Sicherheitsgründen immer wieder radikal beschnitten werden

Attendorn..  Auf dem alten Friedhof an der Windhauser Straße hat es viel Luft gegeben und den Passanten eröffnen sich völlig neue Ausblicke und Perspektiven, seit eine Firma im Auftrag der Stadt Attendorn dort an 25 alten Linden einen sogenannten Kopfschnitt durchgeführt und neun Bäume gefällt hat.

Anlass für diese optisch drastische Maßnahme waren Sicherheitserwägungen, wie der Umweltbeauftragte der Stadt, Martin Plückebaum, auf Anfrage ausführte. „Wir leiden heute unter den Fehlern der Vergangenheit“, so Plückebaum, als im Rahmen einer Art Friedhofskultur der Kopfschnitt von Bäumen, in Attendorn nach dem ehemaligen Stadtdirektor auch „Dr. Weber-Schnitt“ genannt, Usus war.

„Bereits der erste Schnitt war der falsche“, so Martin Plückebaum, da sich durch das Kappen aller Äste und auch des Leittriebs rund um die Schnittstellen neue Äste bilden, die in Konkurrenz zueinander fast senkrecht zum Licht wachsen, aber niemals die Festigkeit der ursprünglichen Äste erhalten. Daher müssen sie regelmäßig immer wieder gekappt werden, um einem Abbrechen, etwa bei einem Sturm, vorzubeugen und die Sicherheit von Passanten zu gewährleisten.

Auf dem alten Attendorner Friedhof wurden jetzt 25 Linden entsprechend beschnitten und insgesamt neun kranke Bäume, acht Linden und eine Buche, gefällt. Bereits im vergangenen Herbst war eine große Birke, deren Stamm gerissen war, gefällt worden. Die früher auf dem Friedhof verbreiteten Ulmen sind fast alle dem grassierenden Ulmensterben, ausgelöst durch Pilzbefall, zum Opfer gefallen.

Für das Frühjahr ist das Nachpflanzen von 18 neuen Linden auf dem Friedhof, der nach und nach zu einem Park umgewandelt werden soll, vorgesehen.