Alte Hasen kosten frischen Fisch

Lennestadt/Oberelspe..  Die Ehrenabteilung der Feuerwehr Lennestadt traf sich zu ihren Gemeinschaftsausflug, den in diesem Jahr der Löschzug 3 ausrichtete. Auf dem Programm stand die Besichtigung der Fischereizucht Linn in Oberelspe. Fischwirtmeister Norbert Linn begrüßte die 50 „Alten Hasen“ der Feuerwehr Lennestadt und gab zunächst ein paar Einblicke in die über 85-jährige Geschichte des Fischzuchtbetriebs, welche auf einem alten Mühlengelände entstand. Linn selbst hat die Feuerwehr in guter Erinnerung, die ihn nach einer Gewässerverschmutzung Anfang der 70er Jahre bei der Beseitigung der Schäden tatkräftig unterstützte. Die Fa. Linn ist spezialisiert auf Regenbogenforellen, dessen Zucht ca. 1,5 Jahre dauert. Weiterhin werden auch Wildsaiblinge und Lachsforellen gezogen, die Gesamtproduktion beträgt 80 Tonnen im Jahr. Nach Besichtigung des Brutbeckens und der Teichanlagen, wo Überwachung, Sauerstoffregulierung und Fütterung der Fische durch modernste Technik erfolgen, ging es zur Verkostung in die Verkaufsräume auf der Teichanlage, wo man sich von Qualität und guten Geschmack überzeugen konnte.

40 Jahre Fischerei-Technik

Neben Linn selbst beschäftigt der Betrieb noch drei weitere Angestellte und eine Verkäuferin.

Weiterhin hat sich die Fa. Linn in den letzten 40 Jahren einen weltweiten Namen bei der Herstellung von Futterautomaten oder Sauerstoffeintragsystemen gemacht, die im Werk an der alten Kaserne in Oedingen selbst entwickelt und auch herstellt werden. Im Anschluss an die Besichtigung ging es weiter zur SGV-Hütte nach Altenvalbert, wo die „Feuerwehr-Ruheständler“ noch ein paar Stunden in gemeinsamer und geselliger Runde verbrachten.

Auch Bürgermeister Stefan Hundt, der Leiter der Feuerwehr Markus Hamers und sein Stellvertreter Michael Starke waren der Einladung gefolgt. Ältester Teilnehmer des Ausflugs war Karl Krippendorf von der Löschgruppe Maumke. Krippendorf ist 89 Jahre alt und kann auf 74 Jahre Feuerwehrdienst zurückblicken. Von „Feuerwehr-Ruhestand“ kann hier sicher nicht die Rede sein.