Als Straßen und Häuser im See verschwanden

Bürgermeister Christian Pospischil eröffnete die Ausstellung „50 Jahre Biggetalsperre“ im Südsauerlandmuseum.
Bürgermeister Christian Pospischil eröffnete die Ausstellung „50 Jahre Biggetalsperre“ im Südsauerlandmuseum.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Noch bis zum 25. Mai zeigt das Südsauerlandmuseum die Ausstellung „50 Jahre Biggetalsperre“. Eröffnet wurde die Fotoserie zum Bau der Biggetalsperre am Sonntagvormittag durch Bürgermeister Christian Pospischil und Museumsleiterin Monika Löcken.

Attendorn..  Noch bis zum 25. Mai zeigt das Südsauerlandmuseum die Ausstellung „50 Jahre Biggetalsperre“. Eröffnet wurde die Fotoserie zum Bau der Biggetalsperre am Sonntagvormittag durch Bürgermeister Christian Pospischil und Museumsleiterin Monika Löcken.

Die Ausstellung zeigt die Bilderfolge „Ein Tal versinkt“, zusammengestellt von Johann Keseberg von der Personenschifffahrt Biggesee, eine Bilderfolge der Projektgruppe Dumicketal zum Wert des Wassers, Fotos von den Bauarbeiten aus dem Fundus des Ruhrverbandes sowie Fotos aus dem Nachlass des Listernohler Pastors Wilfried Müller, der die Einwohner und die Dörfer vor der Umsiedlung fotografiert hat.

Ob ein solches Großprojekt in der heutigen Zeit noch möglich wäre, fragte sich auch Bürgermeister Pospischil bei seiner Eröffnungsrede „Denken wir nur an die Schwierigkeiten bei aktuellen Projekten wie dem Flughafen in Berlin oder den Bahnhof in Stuttgart.“

Soweit braucht der erste Mann der Hansestadt gar nicht gehen. Das Eckenbachtal liegt direkt vor der Tür. „Wir können also froh sein, dass sich die Politik und die Bürger damals auf das Großprojekt eingelassen haben, denn der Preis war hoch. Menschen verloren ihre Heimat, Wälder und Äcker mussten verschwinden. Das Dorf Listernohl musste mit seinen kleinen Nebenorten komplett umgesiedelt werden. Eine ganze Region veränderte ihr Gesicht. Und während auf der Attendorner Seite des Sees Dörfer wie Atlantis in den Fluten verschwunden sind, ist die Olper Seite zumindest von einer dicken Schlammschicht bedeckt.“ In diesem Jahr pünktlich zum Jubiläum wird sich die Biggetalsperre von einer anderen Facette zeigen. „Es ist ein interessanter Zufall“, so Christian Pospischil, „dass wegen Renovierungsarbeiten der Wasserspeigel des Sees so weit abgesenkt werden muss, dass wieder mehr vom Biggetal zum Vorschein kommt. Vielleicht erkennt man vor Ort einiges wieder, was auf den Bildern in der Ausstellung zu sehen ist.“

Historischer Hintergrund

Anschließend ging Museumsleiterin Monika Löcken auf den historischen Hintergrund der Talsperre, ihre Planung und Entstehung sowie ihre Nutzung ein.