Als echte Dräulzer in der Stadt willkommen

Drolshagen..  Mit einem Wortgottesdienst, festlich gestaltet durch die Mitwirkung des Chores cantAAmo unter der Leitung von Bernd Breuer in der St.-Clemens-Pfarrkirche in Drolshagen starteten die Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Wohnhauses Aufm Kampe des Netzwerkes focus Leben und Wohnen.

24 erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung sind hier zu Hause. „Die Bewohner waren und sind hier willkommen“, freute sich bei der anschließenden Begrüßung Lothar Epe, Vorsitzender des Caritasrates im Caritasverband für den Kreis Olpe als Träger der Einrichtung. „Wir wollen Menschen aus dem Rande der Gesellschaft in die Mitte nehmen und das ist hier gelungen.“

Beitrag zur Vielfalt

Christoph Becker, Geschäftsführer des Caritasverbandes und Moderator der Feierlichkeiten, begrüßte Drolshagens Kämmerer Rainer Lange. „Sie tragen mit dem Wohnhaus maßgeblich zur Vielfalt der Stadt Drolshagen bei“, so Lange. „Die Begegnung mit den Bewohnern gehört in Drolshagen selbstverständlich dazu. Sie sind echte Dräulzer. “ Jutta Schrieber, Hausleitung des Wohnhauses, dankte vielen helfenden Händen. So wird die Arbeit der hauptamtlichen Mitarbeiter von 16 Ehrenamtlern unterstützt, die täglich, wöchentlich oder monatlich im Einsatz sind. Ein besonderer Dank ging an Christina Greth, Katja Zimmermann, Gudrun Bast, Rita Köster, Sibille Schlephorst, Beate Tausch, Martina Wigger, Janina Hochhard, Christina Schneider, Anja Henkel und Michaela Deckert, die seit dem Eröffnungsjahr des Hauses zum Mitarbeiterstamm gehören. Sie bekamen einen Blumenstrauß als Zeichen des Dankes. Annette Günther als Mutter einer Bewohnerin überreichte im Namen aller eine Blumentreppe „damit das Haus noch bunter wird“.

Anke Köster, Schwester von Christiane Kapusciok, die seit zehn Jahren hier zu Hause ist, beschrieb wie es ist und war, Schwester und Betreuerin einer Bewohnerin zu sein: „Es ist dem besonderem Einsatz der Mitarbeiter und der Leitung des Hauses zu verdanken, dass Christiane hier schnell ein neues Zuhause gefunden hat, in dem sie sich wohl fühlt und so sein darf, wie sie ist. Über allem steht ganz viel Menschlichkeit, Miteinander und Annahme. Meine Schwester hat seit einigen Jahren einen festen Freund, der in der Nachbarschaft des Wohnhauses wohnt. Auch in diesem Fall ist es stets gelungen, Veränderungswünsche und neue Bedürfnisse so in den Alltag zu integrieren, dass alle zufrieden waren.

Gutes Miteinander

Aus der Rolle der Angehörigen und Betreuerin kann ich nur von einem ausgesprochen guten Miteinander berichten. Außer einem offenen Ohr und viel Vertrauen, ist es dem Wohnheim immer gelungen, dass ich mich auch an- und ernstgenommen fühlte. Dafür möchten meine Schwester und ich danke sagen.“